Home
Krise 2050

Scheitern als Chance f├╝r eine biologische Demokratie

Einleitung

1. Die Unertr├Ąglichkeit der Herren-Sklaven-Kultur

2. Die biologische Demokratie

3. Die Konstitution einer zukunftsf├Ąhigen biologischen Demokratie

4. Die notwendigen pers├Ânlichen Ma├čnahmen f├╝r die Verwirklichung einer           biologisch-demokratischen Selbstorganisation

5. Erste Schritte zur biologisch-demokratischen Selbstorganisation

Informationen

 

Einleitung

Die folgende Abhandlung basiert auf den Schlussfolgerungen meines Buches "Curriculum der Sklaverei" und er├Ârtert die M├Âglichkeit f├╝r den modernen Menschen, das Wesentliche aus seiner Vergangenheit zu lernen, um zu einer konstruktiven, biologischen Selbstorganisation zu kommen. Viele destruktive Entwicklungen von heute lassen sich auf einfache Weise von einer willk├╝rlichen menschlichen Kulturgestaltung herleiten, f├╝r die es bis heute keine biologische Rechtfertigung oder Grundlage gibt.

Der Mensch ist heute im Begriff, gleich mehrere Krisenentwicklungen zu forcieren, so dass er notwendig seine Selbstorganisation korrigieren muss, wenn er diese Krisen vermeiden, bzw. ├╝berstehen will. Bislang lenkt sich der Mensch jedoch in einer geradezu professionellen weise mit zahlreichen Scheinproblemen von dieser Notwendigkeit ab und versichert sich selbst, dass die Lage schwierig aber nicht ernst ist. Dass sich der Mensch dabei selbst t├Ąuscht, wird vor allem durch die Folgen einer Nahrungswirtschaft deutlich, die durch eine Monokultur, eine Massentierhaltung und eine Massenfabrikation mehr und mehr den Erdboden, das Wasser und das Leben auf der Erde vergiften. Diese widernat├╝rlichen Wirkungen des modernen Menschen entstehen vor allem durch das kulturelle Ziel, eine absolute Macht ├╝ber das Leben auf der Erde zu erreichen, die durch m├Âglichst wenige absolutistische Machthaber auf der ganzen Erde organisiert werden soll. So ist heute jeder Mensch auf die ein oder andere Weise von einer unnat├╝rlichen Machtkonzentration absolutistisch agierender Institutionen betroffen und dar├╝ber zwangsl├Ąufig in eine ganzheitliche Vergiftung und Versklavung der irdischen Natur involviert.

Die starken Belastungen der Natur mit konkreten Schadstoffen betreffen heute insbesondere den Erdboden, das Grundwasser und die Weltmeere. Vor allem die wissenschaftliche Einsch├Ątzung, dass seit 1970 52% der Tiere und 27% aller Lebewesen auf der Erde ausgestorben sind und es ab 2035 mehr Plastik als Fische im Meer geben wird, ist in seiner ganzen Bedeutung beim Einzelnen noch nicht wirklich angekommen. Die augenscheinliche Willk├╝r des modernen Menschen, Probleme entweder zu sehr aufzubauschen oder aber zu ├╝bersehen, wird in naher Zukunft auch f├╝r eine zunehmende Belastung des Trinkwassers akut. Bei den heute angewandten 33 Zustandsmessungen f├╝r das Trinkwasser f├Ąllt vor allem eine zu hohe, krebserregende Nitratbelastung ins Gewicht, so dass seit 1970 in einer stetig zunehmenden Frequenz alleine in Deutschland mehr als 1000 Brunnen geschlossen wurden. Da die Wassermessungen ab 2000 bereits f├╝r eine Grundwassertiefe von 50 Metern eine zu hohe Nitratbelastung ergaben, werden heute viele Brunnen bereits bis zu 200 Meter tief gebohrt. Ein unbedenklich genie├čbares Trinkwasser ist daher nur noch eine Frage der Zeit, sollte der Mensch seine Selbstorganisation in einer absehbaren Zeit nicht drastisch ├Ąndern. Da die moderne Massentierhaltung zu viel nitrathaltigen Tierurin produziert, welcher dann auf den Feldern "entsorgt" wird, erw├Ąchst aus dieser zwangsl├Ąufigen "├ťberd├╝ngung" des Bodens die zunehmende Gefahr einer schleichenden Vergiftung aller betroffenen Lebewesen.

Neben den 33 messbaren Schadstoffen gelangen heute viele weitere Schadstoffe ins Grundwasser, f├╝r die es bislang noch keine Messmethoden gibt, so dass eine bis dato relativ unkommentiert in Kauf genommene Selbstgef├Ąhrdung den modernen Menschen langsam aber sicher in eine biologische Unzurechnungsf├Ąhigkeit f├╝hrt. Setzt der Mensch diesen Weg fort, so kommt es aller Voraussicht nach ab 2035 zu einer ernsten Kulturkrise, die ihren ersten H├Âhepunkt um das Jahr 2050 erreicht haben wird.

Der moderne Mensch erkl├Ąrt sich die Ursache f├╝r seine immer zweifelhafter werdende Kulturorganisation gerne durch die Tatsache, dass er das einzige Wesen auf der Erde ist, das sich seiner Sterblichkeit bewusst ist, so dass der Mensch viel Ablenkung und Trost ben├Âtigt. Diese vordergr├╝ndige Entschuldigung f├╝r die sichtlich destruktiven Konsequenzen der modernen Kulturorganisation lenkt von der Tatsache ab, dass es auch ganz andere Ursachen f├╝r ein ├╝bersteigertes menschliches Bed├╝rfnis nach Unterhaltung gibt. Vor allem die Umsetzung einer Sklaverei durch eine absolutistische und diktatorischen Gewaltanwendung ist f├╝r eine zur besonderen Freiheit begabten menschlichen Natur notwendig ein unertr├Ąglicher Widerspruch. Auch wenn daher seit dem 19.Jahrhundert eine Abl├Âsung der harten Sklaverei durch eine sanftere "liberale" Ausbeutung des Menschen mit Hilfe eines "normalen" Arbeitsalltags stattgefunden hat, ist und bleibt eine Kultur, die sich durch Herrenmenschen und Sklavenmenschen organisiert f├╝r die menschliche Natur inakzeptabel und veranlasst den Menschen notwendig dazu, Ablenkungen und Trost f├╝r sein selbst erzeugtes "Herren-Sklaven-Schicksal" zu suchen. Bis heute ignoriert der Mensch erfolgreich die Tatsache, dass seine Selbstorganisation f├╝r seine eingeborene Natur unertr├Ąglich ist, eine Selbstorganisation, die mit der Integration der Sklaverei in die mesopotamischen Stadtstaaten um ca. 4000 vor Christus begann und heute ein akutes Verfassungsstadium erreicht hat, so dass sich der Mensch auf dem Weg ist, sich langsam aber sicher selbst zu zerst├Âren.

1. Die Unertr├Ąglichkeit der Herren-Sklaven-Kultur f├╝r die menschliche Natur

Die Selbstorganisation des modernen Menschen zeichnet sich vor allem dar├╝ber aus, dass sie das Leben auf der Erde sowohl in einer nat├╝rlichen als auch in einer ├╝bernat├╝rlichen Weise best├Ąndig  manipuliert. Dabei ├╝bersieht der Mensch in der Regel, dass es biologische Rahmensetzungen und Ma├čst├Ąbe gibt, die der Mensch nicht ver├Ąndern oder verbessern kann, ohne dass er dadurch destruktive Konsequenzen f├╝r sich selbst in Gang setzt. Mit dem "Fortschritt" der Sklaverei durch die industrielle Revolution ist der Mensch dahin gekommen, nicht nur den Menschen sondern auch alle greifbaren Tiere und Pflanzen durch die Errichtung effektiver "Arbeitslager" derart professionell auszubeuten, dass er heute alles Leben bis ins innerste Intimleben hinein manipuliert und vergewaltigt. Notwendig l├Âst sich dar├╝ber heute langsam aber sicher die soziale Natur des Menschen zugunsten einer "normalen" parasit├Ąren Ausbeutungsmentalit├Ąt auf, so dass der Mensch auch zu seiner eigenen Natur in einen zunehmenden Widerspruch ger├Ąt und in einer immer effektiveren Weise ├╝bernat├╝rliche und naturfeindliche Konsequenzen produziert.

Auf welche Weise der Mensch die systematisierte Unart seines Verhaltens auch immer zu rechtfertigen sucht, ├Ąndert nichts an der grundlegenden Unertr├Ąglichkeit seines Verhaltens f├╝r das Leben auf der Erde und f├╝r eine zur besonderen Freiheit begabten menschlichen Natur. Wer daher die Frage nach der Ertr├Ąglichkeit der modernen Herren-Sklaven-Kultur auch an sich selbst richtet und die nat├╝rliche Neigung zur Verdr├Ąngung von brisanten Fragen ├╝berwindet, der ben├Âtigt am Ende keine "Experten", um die richtige biologische Antwort in sich selbst zu finden. Die Sklaverei und die von ihr grunds├Ątzlich praktizierte ├╝bernat├╝rliche Vergewaltigung der Natur, ist seit 6000 Jahren die zentrale Ursache f├╝r eine unerfreuliche menschliche Geschichte und ist daher auch f├╝r die zunehmenden Schwierigkeiten des modernen Menschen mit seiner Selbstorganisation ma├čgeblich verantwortlich.

In den letzten 6000 Jahren haben sich viele verschiedene Formen der sklavischen Organisation in der Geschichte des Menschen ausgebildet, wobei den meisten Menschen die harte Sklaverei, die Schuldknechtschaft und auch die Leibeigenschaft zu einem gewissen Begriff geworden sind. Durch die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert wurden die direkten und harten Formen der Sklaverei abgeschafft und durch eine "sanfte" Sklaverei der indirekten Sachzw├Ąnge ersetzt. Dies wurde vor allem durch die Aufl├Âsung der Leibeigenschaft im Zuge der industriellen Revolution m├Âglich, da der einfache Mensch fortan nicht l├Ąnger durch die adelige Sozialversicherung der Leibeigenschaft gesch├╝tzt war. Die Situation vieler Menschen wurde mit dem Beginn der industriellen Revolution daher unhaltbar, so dass z.B. viele Weber in Europa durch das industriell hergestellte englische Tuch den Hungertod fanden. Der dar├╝ber augenscheinlich gewordene finanzielle "Sachzwang" f├╝r den einfachen Arbeiter ist bis heute der Schl├╝ssel f├╝r eine zentralistische Lenkung und Ausbeutung der einfachen Menschen innerhalb einer modernen, systematischen Herren-Sklaven-Kultur geblieben.

Heute ist der Mensch in einem Gef├Ąngnis von vielen unsichtbaren "Sachzw├Ąngen" eingesperrt, so dass sich ein ├╝beraus starkes Bed├╝rfnis nach Trost und Ablenkung ausgebildet hat, das vor allem durch einen sogenannten Billigkonsum befriedigt wird. Die dar├╝ber sich einstellende hohe Nachfrage nach Billigprodukten aus aller Welt hat zu einem globalen Kosten- und Lohndruck gef├╝hrt, wodurch wieder neue Formen einer harten Sklaverei entstanden sind. Heute arbeiten Menschen in der zweiten und dritten Welt bis zu 90 Stunden in der Woche, um ein karges Auskommen zu erreichen. Auch die Menschen der ersten Welt sind dar├╝ber in einen Zugzwang f├╝r eine immer "effektivere" Arbeitsleistung geraten und finden sich dar├╝ber in einer zunehmenden Automatisierung des gesamten Alltags wieder. Die tragische Teufelsspirale des modernen Billigkonsums f├╝hrt den Menschen daher mehr und mehr in eine harte Funktionalisierung seines Lebens um in einer "fortschrittlichen" Weise Sklavenmenschen "am laufenden Band" zu produzieren.

Ohne dass es dem modernen Menschen in einer ausreichenden Weise bewusst geworden ist, tendiert die "normale" Beziehung innerhalb der modernen Herren-Sklaven-Kultur zu einer sado-masochistischen Lustsch├Âpfung. Die sadistische Lustsch├Âpfung definiert sich durch eine "├╝bernat├╝rliche" sadistische Lust an der Macht ├╝ber fremdes Leben, die sehr z├╝gig in eine Sucht f├╝hren kann, so dass der Betroffene mitunter eine Lust an der Grausamkeit und an der Despotie entwickeln kann. Die masochistische Lustsch├Âpfung definiert sich durch eine Lust an der Macht ├╝ber das eigene Leben mit Hilfe einer ├╝bernat├╝rlichen Selbstdisziplin. Sie f├╝hrt ebenfalls in einer relativ unbewussten Weise zu einer Sucht, die einen Betroffenen in die Selbstdiktatur, die Selbstkasteiung, bis hin zu einer vollst├Ąndigen Selbstaufgabe f├╝hren kann. Das sadistische Luststreben des Herrenmenschen erg├Ąnzt sich dabei in einer tragischen Weise mit dem masochistischen Luststreben des Sklavenmenschen, so dass ein Teufelskreislauf der gegenseitigen F├Ârderung entsteht. Da der Herrenmensch einen passiven und unverantwortlichen Sklavenmenschen voraussetzt, verliert ein sich anpassende Sklavenmensch notwendig im Lauf der Zeit seine nat├╝rliche F├Ąhigkeit zur Souver├Ąnit├Ąt und verlangt schlie├člich von selbst nach einem f├╝r alles verantwortlichen "F├╝hrer". Die Problematik, die sich aus dieser gegenseitigen "Erg├Ąnzung" eines sadistischen Herren- und eines masochistischen Sklavenverhaltens seit 6000 Jahren f├╝r den Menschen ergeben hat, wurde durch die 68er Bewegung im 20. Jahrhundert potenziert und "liberalisiert", so dass der Mensch heute eine "bunte" und individuelle Mischung einer sadistischen und masochistischen Lustsch├Âpfung sowohl in seinem "Arbeitsleben" als auch in seinem "Privatleben" betreibt. Die daraus unter anderem resultierende kulturelle Verhaltensregel eines "nach Oben kuschen und nach Unten treten" generiert im Volk eine "normale" Schadenfreude und dar├╝ber hinaus gehende asoziale Verhaltensverirrungen, die mitunter extrem pathologisch werden k├Ânnen. Die sadistische und masochistische Lustsch├Âpfung sorgt zudem f├╝r spannungsgeladene und feindselige Kulturbeziehungen, so dass die moderne Herren-Sklaven-Kultur durch einen "normalen" Familienkrieg, Geschlechterkrieg und Standeskrieg gepr├Ągt ist.

Der sich seit 6000 Jahren vollziehende Teufelskreislauf der Herren-Sklaven-Beziehung erkl├Ąrt in einer plausiblen Weise, weshalb der Mensch trotz vieler Kulturkrisen in der Vergangenheit aus seiner Geschichte nichts Wesentliches gelernt hat. Auch die wissenschaftliche Feststellung eines relativen Universums vor ca. 100 Jahren hat an der traditionellen Herren-Sklaven Kulturorganisation daher nichts ge├Ąndert. Noch immer verfolgt der moderne Herrenmensch eine absolutistische "Weltordnung" in einem relativen Universum, um dar├╝ber notwendig eine wachsende biologische Unzurechnungsf├Ąhigkeit innerhalb der politischen und wirtschaftlichen Betriebsamkeiten zu produzieren. Die heutige Mutation des Kapitalismus zu einer absolutistischen Religion mit den Geboten der Effektivit├Ąt, der Konkurrenzf├Ąhigkeit und des stetigen Wachstums, machen dabei besonders deutlich, dass der Mensch auch eine Zerst├Ârung der Natur auf der Erde durch das Festhalten an seinen absolutistischen Zielsetzungen "selbstverst├Ąndlich" in Kauf nimmt.

Eine tiefer gehende Betrachtung und Analyse dieser menschlichen Tragik macht deutlich, dass der Mensch durch die Verwirklichung der Sklavenidee in eine absolutistische Sucht nach einer ├╝bernat├╝rlichen Selbstorganisation geraten ist. Entscheidend f├╝r den laufenden Fortschritt dieser tragische Suchtentwicklung sind bis heute die Vielzahl der kleinen und gro├čen Kompromisse des "Sklavenmenschen" geblieben, der im Wesentlichen die Aufrechterhaltung der Infrastruktur einer Herren-Sklaven-Kultur sanktioniert, liberalisiert und finanziert. Eine Korrektur der menschlichen Fehlentwicklung durch die Sklaverei setzt daher voraus, dass der "einfache" Mensch seinen Anteil an der Entwicklung einer sado-masochistischen Herren-Sklaven-Kultur erkennt und bewusst in die Aufl├Âsung bringt. Nur durch eine derartige Konsequenz entsteht dem Menschen die notwendige Entschlusskraft f├╝r die Gestaltung einer gesunden, biologischen Demokratie in der Zukunft.

2. Die biologische Demokratie

Auf der Suche nach einer konkreten Vision f├╝r eine naturvertr├Ągliche Organisation des Menschen finden wir einige wichtige Anhaltspunkte in den von der Arch├Ąologie erforschten Selbstorganisation der fr├╝hen germanischen Kultur, der Induskultur ab 2500 v. Chr. und der klassischen griechischen Demokratie. Die wesentliche ├ťbereinstimmung dieser demokratischen Formen der fr├╝hen Selbstorganisation des Menschen besteht vor allem in einer aktiven und regen Anteilnahme aller B├╝rger an den politischen und wirtschaftlichen Gestaltungsprozessen der Gemeinschaft. Eine solche Gemeinschaftsqualit├Ąt finden wir auch heute noch bei vielen Naturst├Ąmmen, wobei vor allem die Buschm├Ąnner und Pygm├Ąen in Afrika und die Indianerst├Ąmme im Amazonasgebiet einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht haben.

In einem Vergleich aller demokratischen Gemeinschaftsorganisationen sticht die klassische Periode der Demokratie in Athen zwischen 530 bis 330 v. Chr. hervor, da wir es hier mit einem Stadtstaat zu tun haben, der zu seiner Bl├╝tezeit ca. 250.000 Menschen umfasste, wobei nur ca. 40.000 B├╝rger das volle B├╝rgerrecht besa├čen. Trotz der hohen Anzahl von Menschen gab es in Athen keine absolutistische Verwaltung, keine Polizei und auch keine zentralistische Milit├Ąrorganisation, da sich die Demokratie in Athen ├╝ber lange Zeit vor allem durch Ehren├Ąmter bzw. durch eine starke politische und soziale Anteilnahme aller B├╝rger organisieren konnte. Auch die reichen Athener waren dabei eingebunden, da ihnen vor allem die Aufgabe der Finanzierung und der milit├Ąrischen Organisation ├╝bertragen wurde. Wesentlich an der b├╝rgerlichen Demokratie in Griechenland war die direkte Verwirklichung der Demokratie durch eine Volksversammlung, die keine Volksvertreter oder Fraktionen kannte, so dass jeder Anwesende die M├Âglichkeit hatte, seine Ansichten f├╝r eine bestimmte Entscheidungsfindung vorzutragen. Von dieser besonderen Bl├╝te der Demokratie zehren die Menschen noch heute, da die griechische Ideologie und die entstandenen Geisteswissenschaften eine besondere Qualit├Ąt und Tiefe erreicht haben und das abendl├Ąndische Denken noch heute pr├Ągen.

Moderne Kritiker f├╝hren an, dass w├Ąhrend der Periode der Demokratie in Griechenland die Sklaverei eine selbstverst├Ąndliche Einrichtung war, so dass hier von keiner Demokratie im biologischen Sinne gesprochen werden kann. In der Tat finden wir in der griechischen Demokratie eine ethische Achillesverse, da selbst die wissenschaftlichen Kapazit├Ąten Plato und Aristoteles die Sklaverei als nat├╝rlich ansahen. Sowohl die ca. 70.000 bis 80.000 Sklaven, die Freien ohne B├╝rgerrechte und die Frauen waren von der demokratischen Entscheidungsfindung in Athen ausgenommen, wenn sie auch in vieler Hinsicht zu Nutznie├čern der demokratischen Entwicklung in Athen wurden. So hat sich die demokratische Entwicklung f├╝r eine biologische Souver├Ąnit├Ąt des Volkes in Griechenland alleine auf das B├╝rgertum beschr├Ąnkt, so dass hier auch einige L├╝cken f├╝r ein modernes Demokratieverst├Ąndnis entstanden sind.

Durch die verschiedenen wissenschaftlichen Forschungsgebiete hat sich heute die Annahme verdichtet, dass sich die demokratische Selbstorganisation wie von selbst aus der menschlichen Natur heraus entwickelt. Selbst die wissenschaftliche Feststellung, dass wir in einem relativen und nicht in einem absoluten Universum leben unterst├╝tzt diese Annahme. Die Untersuchungen der Quantenphysik haben gezeigt, dass auch den kleinsten Energieteilchen des Universums eine grundlegende Freiheit zu eigen ist, die es der modernen Wissenschaft nur noch erm├Âglicht, Wahrscheinlichkeitsrechnungen vorzunehmen. Die Entdeckung einer derartigen elementaren Freiheit im Universum ist insofern f├╝r den modernen Menschen von Bedeutung, als die Freiheit als eine grunds├Ątzliche Lebensqualit├Ąt im Universum zu begreifen ist und damit auch als ein Grundrecht f├╝r alles Leben im Universum verstanden werden kann. Vielen Biologen, Verhaltensforschern und anderen Wissenschaftlern ist es heute zur Selbstverst├Ąndlichkeit geworden, dass alle Lebewesen auf der Erde sowohl nach einer elementaren Sicherheit als auch nach einer elementaren Freiheit streben und nach M├Âglichkeit ein relatives Gleichgewicht in diesen Grundbestrebungen zu erreichen suchen. Ein gelungener Abgleich zwischen den Bed├╝rfnissen nach Sicherheit und Freiheit kann daher auch als eine elementare Lebenskunst verstanden werden. Das Streben auch des Menschen nach einer solchen Lebenskunst f├╝hrt in bio-logischer Weise wie von selbst zu einer demokratischen Selbstorganisation, die sowohl das Bed├╝rfnis nach Sicherheit als auch nach Freiheit erf├╝llen kann.

Ganz im Gegensatz zu einer nat├╝rlichen Selbstorganisation steht die Organisation einer Herren-Sklaven-Kultur. Vor allem die Praxis in der modernen Kultur, Pflanzen, Tieren und Menschen zugunsten einer "fortschrittlichen" Wirtschaft nach und nach alle Freiheit aufzuk├╝ndigen, um eine "effektive" Selbstorganisation zu verwirklichen, verdeutlicht ein zutiefst widernat├╝rliches und undemokratisches Bestreben. Da es f├╝r ein Streben nach einer ├╝bernat├╝rlich-absolutistischen "Weltordnung" weder eine universale noch eine biologische Rechtfertigung gibt, tobt heute ein Medienkrieg innerhalb der modernen Herren-Sklaven-Kultur, um durch das Mittel einer st├Ąndigen ├╝bernat├╝rlichen Manipulation der V├Âlker das Ziel einer absolutistischen und zentralistischen Weltordnung durchzusetzen - koste es, was es wolle.

Alles k├Ârperliche Leben auf der Erde konstituiert und organisiert sich grunds├Ątzlich durch eine besondere Haut oder H├╝lle, wodurch f├╝r das konkrete Lebewesen sowohl eine Innenpolitik als auch eine Au├čenpolitik entsteht. Eine dementsprechende abstrakte, ideo-emotionale Abgrenzung und die Begr├╝ndung einer Innenpolitik und Au├čenpolitik finden wir auch f├╝r die Lebensgemeinschaften der Familie, der Sippe und eines Volkes vor. Bereits f├╝r die Sippenbildung stellt sich dabei die Frage nach einer relativen ├ťberschaubarkeit der Gemeinschaft, als einer wichtigen Voraussetzung f├╝r eine aktive politische Beteiligung aller Mitglieder an der Gemeinschaftsgestaltung.

Eine klare ├ťberschaubarkeit der Selbstorganisation haben die fr├╝hen Germanen verwirklicht, die sich jeweils in Weiler-Gemeinschaften mit ca. 5 bis 50 Bauernh├Âfen organisierten. Die dabei stattfindende soziale Kooperation f├╝r einen gemeinschaftlichen Hausbau, f├╝r eine gemeinsame Feldwirtschaft, f├╝r eine gemeinsame Nutzung eines Webstuhls und f├╝r eine demokratische Thing-Versammlung zur Entscheidungsfindung, haben auf dem Weg der Symbiose zu einer nat├╝rlich gewachsenen sozialen Demokratie in der germanischen Selbstorganisation gef├╝hrt. Die g├Ąngige r├Âmische Bewertung der fr├╝hen germanischen Kultur als einer Kultur von primitiven Menschen ├╝bersieht bis heute, dass bereits f├╝r den Zeitraum um 1000 vor Christus ein germanischer Holzhausbau belegt ist, bei dem bereits alle Zapftechniken angewandt wurden, die auch im modernen Holzhausbau noch Verwendung finden. Auch die Schmiedekunst war bei den Germanen fr├╝hzeitig zu einer eindrucksvollen Bl├╝te gekommen. Anders als in den Kulturen des Orients fand man jedoch bei den germanischen Ausgrabungen bis 300 v. Chr. ├╝berwiegend Zierwaffen in der Gr├Ąbern, die keine Gebrauchsspuren aufwiesen. So war der Krieg und damit die R├╝stungsindustrie der fr├╝hen Stadtstaaten im Morgenland f├╝r den fr├╝hen Germanen keine Norm. F├╝r das einfache und beschauliche demokratische Leben der fr├╝hen Germanen gab es daher auch keinen Anlass, pomp├Âse Tempel oder Regierungsgeb├Ąude zu errichten, so dass die Abwertung der fr├╝hen Germanen, die sich bis heute in den K├Âpfen der modernen Menschen erhalten hat, durchaus Anlass dazu bietet, die eigenen Ansichten zu ├╝berdenken.

In der Induskultur kam man bereits 2500 vor Christus dahin, erste demokratische F├Ącherst├Ądte mit einer geregelten Wasser- und Abwasserkanalisation zu organisieren. Dabei hatten alle H├Ąuser in etwa die gleiche Gr├Â├če und wurden mit einer Toilette und einem eigenen Anschluss an die Kanalisation ausgestattet. Die Funde von mannigfachem Kinderspielzeug, die Abwesenheit gro├čer Regierungsgeb├Ąude und Tempel und die rekonstruierten, weitreichenden Handelsverbindungen der Indus Kultur erm├Âglichten der arch├Ąologischen Forschung die Ausformung eines weiteren Kulturbildes einer nat├╝rlich gewachsenen Demokratie.

Anhand der angef├╝hrten Beispiele und Ausf├╝hrungen und eines bis heute angesammelten reichen Fachwissens l├Ąsst sich eine biologisch demokratische Selbstorganisation des modernen Menschen in souver├Ąnen Kleinst├Ądten mit einer B├╝rgerzahl von bis zu 100.000 Menschen anvisieren. Bei einer B├╝rgeranzahl von 100.000 Menschen ist sowohl eine relative ├ťberschaubarkeit des Gemeinschaftslebens als auch eine wirksame aktive Anteilnahme Aller an den Gemeinschaftsprozessen m├Âglich, so dass der Mensch eine nachhaltige und gesunde demokratische Selbstorganisation erreichen kann.

3. Die Konstitution einer zukunftsf├Ąhigen biologischen Demokratie

Dem modernen Menschen f├Ąllt es heute nicht leicht, komplexe Zusammenh├Ąnge zu erfassen, da er stark mit sich selbst selbst besch├Ąftigt ist, um eine grundlegend unertr├Ągliche Kulturkonstitution hinreichend meistern zu k├Ânnen. Damit der moderne Mensch zu einer Vision f├╝r eine biologische Kulturgestaltung gelangen kann, muss er ganz bewusst in seinem Denken einen besonderen Raum und einen besonderen Auftrag daf├╝r erzeugen.

Eine der ersten wesentlichen Grundsatzfragen f├╝r die Gestaltung einer modernen Demokratie ist der konstruktive Einsatz von Technik f├╝r die menschliche Selbstorganisation. Eine Maschine ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sie keine innere Freiheit besitzt und daher auch keine eigenen Entscheidungen treffen kann. Sie ben├Âtigt daher einen Menschen, der ihr mitteilt, was und wie sie eine Verrichtung ausf├╝hren soll. In der modernen Massenproduktion k├Ânnen wir feststellen, dass Menschen oftmals zum Handlanger einer Maschine werden, wobei der Mensch dar├╝ber zu einem leicht ersetzbaren Arbeiter wird, da er den ganzen Tag nur bestimmte sich st├Ąndig wiederholende Verrichtungen ausf├╝hrt. Da hierbei der Maschine notwendig eine h├Âhere Bedeutung zukommt als dem Menschen, stellen sich notwendig destruktive Empfindungen in den betroffenen Menschen ein.

Nicht nur f├╝r eine potentielle Abwertung von Leben ergeben sich negative Aspekte in Bezug auf die moderne Technik. Auch die ├╝bernat├╝rliche Waffentechnik, die stets bedrohlich bleibende Atomtechnik, die Landwirtschaftstechnik der Monokultur, die heute alleine in Deutschland 40.000 Tonnen Pestizide j├Ąhrlich zum Einsatz bringt, die Technik der Massentierhaltung und auch die Verkehrstechnik, die heute f├╝r eine schlechte Atemluft in den gro├čen St├Ądten ins Gewicht f├Ąllt sind als bedenklich zu erachten. Die negativen Aspekte der Technik bleiben heute generell unterbelichtet, da die Technik zu einer ├╝bernat├╝rlichen Religion f├╝r viele moderne Menschen geworden ist und der Mensch viele Zukunftshoffnungen mit der technischen Fortentwicklung verbindet. Daher ist es in Hinsicht auf die Zukunft wichtig f├╝r den Menschen geworden, sich ganz bewusst die Frage vorzulegen, was der Mensch in biologischer Hinsicht von der Anwendung einer ├╝bernat├╝rlichen Technik jeweils hat und welche Risiken und Kosten dem Menschen dar├╝ber jeweils entstehen.

Wie fundamental die Technik das moderne Leben bestimmt wird vor allem durch das theoretische Szenario einer Unterbrechung der ├ľlversorgung f├╝r nur 5 Tage deutlich, da der gesamte heutige Versorgungskreislauf des Menschen dar├╝ber einbrechen w├╝rde. Dass es f├╝r die Energieausbeute von ├ľl keinen kurzfristigen Ersatz gibt, wird dem Betrachter der Thematik erst dann in einer hinreichenden Weise klar, wenn er sich vorstellt, dass er sein Auto 9 Kilometer lang schieben m├╝sste, um die Energieausbeute von nur einem Liter Benzin zu erreichen. Da es keinen anderen Stoff mit einer derart hohen Energiepotenz gibt und selbst die heutige Landwirtschaft vom ├ľl abh├Ąngig ist, h├Ąngt heute jeder ob er sich dessen nun bewusst ist oder nicht, an der Nadel der modernen Erd├Âlorganisation.

Durch die Organisation einer dezentralisierten und souver├Ąnen Kleinstadt-Demokratie k├Ânnte der moderne Mensch den Einsatz der Technik deutlich reduzieren, da er f├╝r eine souver├Ąne Selbstorganisation weder weite Transportwege noch fragw├╝rdige Lebensmittel-Verpackungen in Kauf nehmen m├╝sste. Eine biologische Kleinstadtorganisation k├Ânnte den Einsatz von Technik zudem relativ z├╝gig auf alle naturvertr├Ąglichen Anwendungen reduzieren, da in einer kleinen demokratischen Gemeinschaft das soziale Gewicht der Volksmeinung gen├╝gend Einfluss besitzt, um destruktive Entwicklungen innerhalb der Gemeinschaft zu verhindern und konstruktive Entwicklungen zu f├Ârdern.

F├╝r die konkrete Organisation einer biologischen Kleinstadtorganisation steht vor allem die Frage nach einer biologischen Nahrungsmittelversorgung im Vordergrund. Da innerhalb einer biologischen Gemeinschaft das Reinheitsgebot nicht nur f├╝r Bier sondern f├╝r alle Nahrungsmittel gilt, kann ein daf├╝r einberufener Ausschuss von B├╝rgervertretern relativ z├╝gig eine naturnahe Lebensmittelorganisation in Angriff nehmen. Eine damit einhergehende aktive F├Ârderung der Kleinbauern in der unmittelbaren Umgebung kann vor allem durch die Organisation regelm├Ą├čiger Markttage erfolgen. Dazu ist vor allem ein kostenlos zur Verf├╝gung stehendes, ├╝berdachtes Marktgel├Ąnde notwendig, das den Bauern und den Kleing├Ąrtnern eine einfache M├Âglichkeit f├╝r den Verkauf ihrer Lebensmittel bietet. Erg├Ąnzend dazu kann eine Kleinstadt auch mehrere gemeinschaftlich organisierte Ladengesch├Ąfte betreiben, die alle Nahrungsmittelangebote aus der Umgebung einholen, um sie ├╝ber ein besonderes Abrechnungssystem zu verkaufen.

In den letzten 100 Jahren hat der Mensch viele neue Erfahrungen in der Landwirtschaft gesammelt, so dass er auch durch eine biologische Landwirtschaft und durch die sogenannte Permakultur viel Wissen ├╝ber die M├Âglichkeit einer biologisch-dynamischen Selbstversorgung zusammentragen konnte. Durch eine weiterf├╝hrende wissenschaftliche Spezialisierung wei├č der Mensch heute zudem genau, welche Pflanzen welche N├Ąhrstoffe ben├Âtigen. F├╝r eine biologisch-demokratische Gemeinschaft gibt es daher heute viele M├Âglichkeiten eine einfache Gartenwirtschaft, eine gemeinsame Gartenbewirtschaftung durch einen Verein, ein Kleinbauerntum und eine gro├čfl├Ąchige gemeinschaftliche Ackerbewirtschaftung z.B. f├╝r Kartoffeln zu kombinieren. Auch eine Vernetzung von Ackerwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenwirtschaft, durch welche eine biologische Energiegewinnung organisiert werden kann, ist bereits heute m├Âglich, so dass eine zuk├╝nftige dezentrale und biologische Gemeinschaftsbildung die f├╝r sie jeweils g├╝nstigste Mischung einer naturvertr├Ąglichen Selbstversorgung in die Umsetzung bringen kann.

In der Frage des Fleischgenusses sollte sich der moderne Mensch vor Augen halten, dass die moderne Massentierhaltung unter anderen uns├Ąglichen Methoden auch H├╝hner durch Kraftfutter, Antibiotika und Hormone derart "├╝bernat├╝rlich" erzieht, dass ein au├čergew├Âhnlicher Zuwachs an Fleisch die Folge ist. Gleichzeitig bleibt dabei das Skelett der Tiere unterentwickelt, so dass das Skelett die Fleischmasse nicht in einem biologisch ad├Ąquaten Sinne tragen kann. Eine derart "effektive" Massen-Vergewaltigung von Leben beinhaltet f├╝r Gefl├╝gel in der Regel auch, dass sie ├╝ber ihre kurze Lebensperiode von ca. 30 Tagen st├Ąndig auf ihrem eigenen Kot leben m├╝ssen. Dar├╝ber wird notwendig der moderne Massenkonsum von Fleisch nicht nur f├╝r die Tiere zu einer ungl├╝cklichen Angelegenheit, da der moderne "Verbraucher" die Geschichte der Nahrung auf seinem Teller vollst├Ąndig ignorieren muss, damit ihm nicht der Appetit vergeht.

Eine L├Âsung der Fleischfrage l├Ąsst sich f├╝r eine biologische Gemeinschaft vor allem durch die freiwillige Beschr├Ąnkung Aller auf einen Sonntagsbraten erreichen. Ein derart eingeschr├Ąnkter Fleischgenuss kann in jeder Gemeinschaft durch eine biologische Kleintierhaltung organisiert werden, so dass sicher gestellt werden kann, dass die Tiere ein gl├╝ckliches und naturnahes Leben f├╝hren und sich keine fragw├╝rdigen R├╝ckst├Ąnde im Fleisch befinden. Ein solcherart unbedenklich werdender Sonntagsbraten erm├Âglicht einer Gemeinschaft nicht nur einen ungetr├╝bten Fleischgenuss, sondern auch einen festen Ritus eines Familien-Feiertages. Ein zus├Ątzlicher Lohn einer solchen Gemeinschaftsl├Âsung der Fleischfrage besteht in dem berechtigten Stolz, sich auch ohne eine unw├╝rdige Versklavung von Leben nachhaltig organisieren zu k├Ânnen.

Auch f├╝r die Produktion von Hilfsprodukten f├╝r den Haushalt ist eine ├Ârtliche Organisation von gro├čem Vorteil. Der Zustand der Meere macht heute deutlich, dass der Mensch gut damit beraten ist, so weit wie nur irgend m├Âglich auf Kunstprodukte zu verzichten, die von der Natur nicht ohne Weiteres abgebaut werden k├Ânnen. So ist die Zielsetzung einer biologischen Gemeinschaft, K├╝chenhilfsartikel und andere Haushaltswaren des t├Ąglichen Gebrauchs in der unmittelbaren Umgebung und vorzugsweise aus Holz herzustellen insofern nachhaltig, als damit sowohl das ├Ârtliche Handwerk als auch eine gemeinschaftliche Souver├Ąnit├Ąt gef├Ârdert werden kann. Ziel einer biologischen Gemeinschaft muss - wie das nat├╝rliche Ziel eines jeden Lebewesens - die Selbst├Ąndigkeit sein, da sich auf der Selbst├Ąndigkeit ein nat├╝rliches Selbstbewusstsein und ein nat├╝rlicher Stolz auf die eigene Existenz errichten kann. Indem sich Kooperativen f├╝r verschiedene Bereiche des Handwerk und andere biologische Unternehmungen innerhalb einer Gemeinschaft ausbilden, kann eine moderne Gemeinschaft auch dahin gelangen, die selbst produzierten Lebensmittel mit selbst hergestellten biologisch abbaubaren Kunststoffverpackungen zu verpacken. Eine Gemeinschaft kann sich auf diesem Weg nach und nach eine souver├Ąne Grundversorgung erarbeiten, die sowohl f├╝r die gegenw├Ąrtige als auch f├╝r alle zuk├╝nftigen Generationen zu einer beruhigenden weil nachhaltigen Lebensbasis werden kann.

Erreicht eine Gemeinschaft eine grundlegende hauswirtschaftliche Selbstversorgung, so stehen ihr zus├Ątzliche M├Âglichkeiten zur Stabilisierung der Gemeinschaft zur Verf├╝gung. Eine bewusste Trennung einer souver├Ąnen Hauswirtschaft von einer erg├Ąnzenden Luxuswirtschaft er├Âffnet der Gemeinschaft die M├Âglichkeit, die offizielle Wirtschaftsw├Ąhrung mit einer eigenen ├Ârtlichen Tauschw├Ąhrung zu erg├Ąnzen. Mit der Einrichtung einer ├Ârtlichen W├Ąhrung f├╝r die Hauswirtschaft kann auch eine weltweite Kulturkrise die biologische Gemeinschaft nicht mehr ersch├╝ttern, da in jedem Fall die Grundversorgung durch die eigene W├Ąhrung aufrecht erhalten werden kann. Bereits heute gibt es f├╝r den Einsatz von komplement├Ąren W├Ąhrungen viele Beispiele, wobei vor allem der sogenannte Chiemgautaler einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat.

Eine der am meisten fragw├╝rdigen Konstitutionen der modernen Herren-Sklaven-Kultur ist die Umsetzung einer privatisierten Dollar-Weltleitw├Ąhrung seit 1914, da hierdurch eine kapitalistische Schuldreligion entstanden ist, die bis heute ein unsichtbares Gef├Ąngnis f├╝r den modernen Menschen erzeugt. Geld ist vor allem ein virtuelles Hilfsprodukt f├╝r einen neutralen Tauschhandel, so dass ein Bauer, der ├äpfel hat und einen Hammer ben├Âtigt, nicht erst lange nach einem Werkzeugmacher suchen muss, der gerade ├äpfel ben├Âtigt, sondern seine ├äpfel an Jedermann verkaufen kann, um mit dem eingenommenen Geld zum Werkzeugmacher zu gehen. Geld stellt daher ein neutrales Tauschmittel f├╝r den Handel dar, das wegen seiner abstrakten Natur kein Ablaufdatum besitzt, so dass der Mensch damit sofort etwas eintauschen oder aber das Geld f├╝r Tauschoptionen in der Zukunft ansparen kann.

Aus einem gemeinschaftlichen Tauschinstrument l├Ąsst sich kein nat├╝rlicher Grund daf├╝r ableiten, weshalb eine Geldw├Ąhrung nicht Gemeinschaftsbesitz sondern Privatbesitz sein sollte. Es gibt daher auch keine nat├╝rliche Rechtfertigung f├╝r einen Kapitalismus, sich als eine private Schuldreligion zu konstituieren, da Privatbanken, bzw. deren Eigent├╝mer notwendig zu unbestellten Finanzpriestern und Finanzg├Âttern in der Kultur werden. Kredit wird traditionell dar├╝ber konstituiert, dass ein Mensch seine angesammelten Sachwerte als Sicherheit einsetzt, um dar├╝ber einen Kredit (lat. Glaube - im Sinne von Vertrauen-) zu erhalten. Da die Banken ihrerseits einen Kredit nur mit virtuellen Geld besichern, erweist sich das Gesch├Ąft" f├╝r den Kreditnehmer als von eher einseitigem Risiko. Eine Privatbank kann immer neues virtuelles Geld aus dem Nichts erschaffen und wird daher auch ohne eine konkrete biologische Leistung immer reicher, da in dem Fall, dass ein Kreditnehmer seinen Kredit nicht zur├╝ckzahlen kann, das konkrete Sicherheitspfand des Kreditnehmers in den Besitz der Bank ├╝bergeht. Durch eine entsprechende Schuldenkschraube sind die Banken notwendig bis heute dahin gekommen, die halbe Welt zu besitzen, ohne daf├╝r eine konkrete biologische Leistung erbracht zu haben. Eine derartige ├╝bernat├╝rliche Pfr├╝ndschaft in privaten H├Ąnden ist daher als ├Ąu├čerst gef├Ąhrlich und zu erachten, da sie eine destruktive und damit inakzeptable Macht ├╝ber das gesamte Leben der Erde zu generieren imstande ist.

Biologische Gemeinschaften, die ihre Hauswirtschaft durch eine komplement├Ąre Gemeinschaftsw├Ąhrung organisieren, reduzieren f├╝r sich selbst die Brisanz des modernen Finanzsystems, da keine fundamentale Abh├Ąngigkeit von einer Weltw├Ąhrung, von Rohstoffb├Ârsen oder von einer insgesamt fragw├╝rdig "liberalen" Weltwirtschaft existiert.

Da eine demokratische Gemeinschaft mit 100.000 Menschen nicht ohne eine gewisse b├╝rokratische Verwaltung und Organisation auskommt, stellt sich die Frage nach einer Finanzierung f├╝r diese Verwaltung. Ein tieferer Blick in die Geschichte macht deutlich, dass die Einkommenssteuer, wie sie dem B├╝rger heute normal erscheint, erstmals 1914 in Amerika ├╝ber den Umweg eines fragw├╝rdigen Verfassungszusatzes durchgesetzt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt stand weder eine Einkommens- noch eine Kopfsteuer ernsthaft zur Diskussion, da das Recht des Menschen auf seine nat├╝rliche Souver├Ąnit├Ąt bis dato in einem hohen Ansehen stand. Eine ├Ąhnliche Fragw├╝rdigkeit ergibt sich auch f├╝r die sogenannte Grundsteuer, durch welche sich der heutige Obrigkeitsstaat in der Art eines Feudalstaates ein virtuelles Verf├╝gungsrecht ├╝ber allen Grund und Boden seines Hoheitsgebietes vorbeh├Ąlt. Naturvertr├Ągliche Steuern beschr├Ąnken sich daher auf das Gewerbe und den Verbrauch, so dass Steuern auf Betriebsgewinne, auf Rohstoffe, auf Produkte und auch eine Mehrwertsteuer noch als akzeptabel erachtet werden k├Ânnen.

Auch in den heutigen Naturv├Âlkern wird in der Regel ein Teil der "privaten" Jagdbeute an die Gemeinschaft zugunsten einer nat├╝rlichen Gemeinschaftsversicherung abgegeben. Indem sich daher eine biologische Gemeinschaft an nat├╝rlichen Ma├čgaben f├╝r eine Steuererhebung orientiert und zudem die eigene Hauswirtschaft niedrig und die Produkte einer globalen  Luxuswirtschaft hoch besteuert, entsteht ein spezifisches Steuerwesen, dass jedes Gemeinschaftsmitglied nachvollziehen und akzeptieren kann. Eine solche Akzeptanz ist insofern notwendig, da innerhalb einer biologischen Gemeinschaft neben einer freiwilligen Steuerehrlichkeit nur noch eine soziale Kontrolle auf Gegenseitigkeit durch die Gemeinschaft selbst erfolgen kann. Der wesentliche Vorteil eines derartig sich biologisch regulierenden Steueraufkommens besteht vor allem darin, dass die Steuer-Verwaltung einer Gemeinschaft im Vergleich zu den heutigen Aufwendungen einer absolutistischen Steuererhebung erheblich reduziert werden kann.

An dieser Stelle wird bereits deutlich, dass es f├╝r jede Organisationsaufgabe einer demokratischen Gemeinschaft einfache, biologische L├Âsungsm├Âglichkeiten gibt, die dem Betrachter vor allem dann einleuchten, wenn er aufh├Ârt in absolutistischen Kategorien und Zielsetzungen zu denken und sich klar macht, welch ein Arbeits- und Kostenaufwand alleine dadurch entsteht, dass der moderne Mensch das Ziel einer absolutistischen Kontrolle und Diktatur ├╝ber alles Leben verfolgt. Eine nat├╝rliche, aktive Teilnahme des Einzelnen an der Gemeinschaftsgestaltung erm├Âglicht der biologischen Gemeinschaft den relativen Verzicht auf eine aufwendige und in letzter Konsequenz destruktive Obrigkeitsverwaltung der absolutistischen Art.

Die demokratische Gemeinschaftsverwaltung hat vor allem die zentrale Aufgabe, innerhalb der Gemeinschaft f├╝r einen nat├╝rlichen Ausgleich von Sicherheit und Freiheit zu sorgen. Dazu ben├Âtigt jedes Mitglied der Gemeinschaft eine klar verst├Ąndliche, gemeinschaftliche Regelordnung, die durch eine Volksabstimmung zu einer allgemeinen Verfassung erhoben wird. Da eine demokratische Regelordnung mit der Ausbildung von absolutistischen Autorit├Ąten f├╝r eine Selbstverwaltung nicht vereinbar ist, k├Ânnen sich die Verwaltungsbeamten einer biologischen Gemeinschaft zwar stets auf die vom Volk beschlossene Verfassung berufen, sind jedoch auch grunds├Ątzlich dazu angehalten, die allgemeinen Naturrechte des Menschen zu ber├╝cksichtigen.

Innerhalb einer biologischen Gemeinschaft bedeutet ein Handeln im Namen des Volkes stets auch ein Handeln f├╝r das nat├╝rliche Eigeninteresse des Individuums. Eine biologisch sich organisierender Mensch hat kein Interesse daran, einen Mitmenschen in ein Gef├Ąngnis zu sperren. Daher ben├Âtigt der Verwaltungsbeamte einer nat├╝rlichen Gemeinschaft ein gewisses Fingerspitzengef├╝hl, welche L├Âsung in welchem Fall f├╝r die Aufrechterhaltung einer biologischen Gemeinschaftsordnung im Rahmen der Verfassung sinnvoll ist. Denn nat├╝rlich kann eine biologische Gemeinschaft einen Dieb nicht einfach laufen lassen, will sie nicht Diebstahldelikte in der Gemeinschaft f├Ârdern. Eine gewisse offizielle Besch├Ąmung f├╝r einen Dieb zu inszenieren ist daher als ein Minimum f├╝r die Aufrechterhaltung der ├Âffentlichen Ordnung zu erachten. Wiederum hat hier die dezentralisierte souver├Ąne Gemeinschaft den inwendigen Vorteil, das wirksame Mittel der ├Âffentlichen Besch├Ąmung einsetzen zu k├Ânnen, das auf Diebe eine weit st├Ąrkere und nachhaltigere Wirkung aus├╝bt, als die unpers├Ânliche Geld- oder Haftstrafe in der entfremdeten Gro├čstadtgemeinschaft einer Herren-Sklaven-Kultur.

F├╝r das Verst├Ąndnis einer Rechtsprechung innerhalb einer biologischen Gemeinschaft ist vor allem das Hintergrundwissen ├╝ber die Rechtsgeschichte der Herren-Sklaven-Kultur hilfreich. Nach einer zunehmend "kreativen" Integration der Sklaverei innerhalb der morgenl├Ąndischen Stadtstaaten wurde die Sklaverei erstmals im r├Âmischen Reich in ein konkretes und ausf├╝hrliches Rechtssystem integriert. Da den R├Âmern durchaus bewusst war, dass die Sklaverei widernat├╝rlich ist, erfanden die R├Âmer eine neue Rechtsgrundlage mit der Faustregel "positives Recht vor nat├╝rlichem Recht". Durch eine st├Ąrkere Gewichtung einer willk├╝rlichen Rechtsprechung und einer schw├Ącheren Gewichtung der nat├╝rlichen Menschenrechte, konnte der r├Âmische Staat das nat├╝rliche Menschenrecht fortan durch "├╝bernat├╝rliche" Rechtsbeschl├╝sse einfach ├╝bergehen. Dar├╝ber stieg der Sklavenanteil in der r├Âmischen Kultur auf ├╝ber 50%, da alle Sklaven durch das "positive" Rechtssystem in das r├Âmische Alltagsgeschehen integriert werden konnten. Bis heute ist die r├Âmische Rechtsgrundlage aktuell f├╝r die Rechtsprechung geblieben, so dass das allgemeine Menschenrecht auch in der modernen Kultur zu einem zahmen Tiger geworden ist und daher regelrecht ├╝bergangen wird. Da eine biologisch-demokratische Gemeinschaft die r├Âmische Rechtsgrundlage notwendig wieder verkehrt, um die Rechtsgrundlage "nat├╝rliches Recht vor positivem Recht" in die Verfassung zu integrieren, muss sich der Einzelne innerhalb einer biologischen Demokratie um sein "gutes Recht" keine Sorgen machen.

Keine Gemeinschaft kommt heute in Bezug auf eine nat├╝rliche Politik der Wehrhaftigkeit gegen eine inzwischen existierende ├╝bernat├╝rliche ABC Waffentechnik an. So zwingt die gegebene Situation dem modernen Menschen einen grunds├Ątzlichen Fatalismus in der Verteidigungsfrage auf. F├╝r eine biologische Gemeinschaft bedeutet ein solcher notwendiger Fatalismus den bewussten Verzicht auf ├╝bernat├╝rliche Verteidigungsma├čnahmen und eine insgesamt konsequente Orientierung an den biologischen Modalit├Ąten einer nat├╝rlichen Verteidigung. Hierzu gibt uns vor allem die "Germanica" von Tacitus (ca. 100 n. Chr.) f├╝r die milit├Ąrischen Gepflogenheiten der fr├╝hen Germanen einen moralischen Anhalt, da durch die Germanica deutlich geworden ist, dass ein fr├╝her Germane f├╝r nichts und niemanden im Stechschritt marschiert w├Ąre. F├╝r den fr├╝hen Germanen war die Teilnahme an einem Kampf stets eine pers├Ânliche Entscheidung, die unter der Ber├╝cksichtigung der sozialen Beziehungen zur eigenen Familie, zur Sippe und zu den eigenen Kameraden getroffen wurde. Da die Germanen gemeinhin f├╝r ihre Tapferkeit und Tatkraft gef├╝rchtet waren, hatte diese Entscheidungsfindung nichts mit Angst zu tun, sondern vielmehr mit dem Bewusstsein, dass jeder Krieg eine schwerwiegende Entscheidung bedeutet, weil dabei auch die eigene Familie und Gemeinschaft auf dem Spiel steht.

Auch f├╝r eine moderne biologische Gemeinschaft kann daher f├╝r den Fall einer kriegerischen Gefahr im Verzug nur die gegenseitige soziale Kontrolle innerhalb der Gemeinschaft ma├čgeblich f├╝r die pers├Ânliche Entscheidung des Einzelnen zur Teilnahme an einem Kampfgeschehen sein. Eine grunds├Ątzliche Verteidigungsf├Ąhigkeit des Einzelnen kann dabei durch eine b├╝rgerliche Kooperative innerhalb der Gemeinschaft auf der moralischen Grundlage der pers├Ânlichen Ehre und der nat├╝rlichen Souver├Ąnit├Ąt sicher gestellt werden.

Auch wenn Vieles, was es in einer biologischen Gemeinschaft zu organisieren und zu gestalten gibt, hier nicht oder nur ansatzweise angesprochen wurde, so bieten die angef├╝hrten Organisationsbereiche grunds├Ątzliche Anhaltspunkte f├╝r eine konstruktive biologische Gemeinschaftsorganisation. F├╝r jede Organisationsaufgabe, die sich stellt, gilt die grunds├Ątzliche Regel, dass Probleme immer erst dann hinreichend gel├Âst werden k├Ânnen, wenn sie in ihrer nat├╝rlichen Beschaffenheit in einer ausreichenden Weise verstanden worden sind.

4. Die notwendigen pers├Ânlichen Ma├čnahmen f├╝r die Verwirklichung einer biologisch-demokratischen Selbstorganisation

Damit ein Mensch an einer biologisch-demokratischen Gemeinschaftsorganisation aktiv teilnehmen kann, ist vor allem die konkrete Bereinigung seines Weltbildes von allen absolutistischen Vorstellungen und Zielsetzungen notwendig. Ein heute noch selbstverst├Ąndliches, absolutistisches Machtstreben des Menschen ist in einer grundlegenden Weise nicht mit einem relativen Universum vereinbar, so dass auch der einfache Mensch heute nicht l├Ąnger irgendwelche Kompromisse mit einer absolutistischen Herren-Sklaven-Kulturorganisation eingehen kann, ohne dass er sich dar├╝ber selbst schadet. Jede Stunde, in welcher der Mensch heute schweigt und die offizielle absolutistische Zielsetzung einer neuen "Weltordnung" gew├Ąhren l├Ąsst, sanktioniert er auch die Tatsache, dass 500 Tonnen neues Plastik in die Weltmeere einwandern. Damit wird er zwangsl├Ąufig Teil einer destruktiven Schamlosigkeit, Respektlosigkeit und Gleichg├╝ltigkeit des modernen Menschen gegen├╝ber der Natur der Erde und schlie├člich die Ursache einer eigenen daraus resultierenden Hoffnungslosigkeit.

Ein wichtiger Lernschritt f├╝r den modernen Menschen besteht daher darin, zu unterscheiden, ob ein menschliches Verhalten oder ein Sachverhalt als nat├╝rlich, relativ und gesund oder aber als ├╝bernat├╝rlich, absolutistisch und ungesund zu werten ist. Eine solche F├Ąhigkeit zur Unterscheidung setzt voraus, dass der Einzelne auch sein eigenes "normales" Denken auf den Pr├╝fstand stellt, um seine ererbten Ideologien und Anschauungen auf ihren biologischen bzw. konstruktiven Gehalt hin zu ├╝berpr├╝fen. Vor allem die Erkenntnis, dass auch der Sklave in der Geschichte des Menschen in einer hartn├Ąckigen Weise an der Herren-Sklaven-Kultur festgehalten hat, macht deutlich, dass hier eine besondere H├╝rde innerhalb der menschlichen Selbstorganisation existiert, die der Einzelne nehmen muss, um zu einer biologisch gesunden Lebenshaltung gelangen zu k├Ânnen.

Hat der Mensch in seiner fr├╝hen religi├Âsen Entwicklung die besonderen Begabungen der Tiere und Pflanzen verehrt, um dar├╝ber auch in einer grunds├Ątzlichen Weise das Leben zu respektieren und zu verehren, so ist durch die Ausbildung einer Herren-Sklaven-Kultur der Glaube an einen absolutistischen Gott entstanden, der vom Menschen eine absolute Demut, einen absoluten Gehorsam und die Aufgabe der nat├╝rlichen Souver├Ąnit├Ąt verlangt. Die Folge dieser religi├Âsen Lehren war eine absolutistische Aufwertung des Himmelreichs und eine absolutistische Abwertung der irdischen Reichs mit allen seinen Konsequenzen bis heute f├╝r ein respektloses und gleichg├╝ltiges "Verbraucherleben" des modernen Menschen. Nicht nur der Glaube, sondern auch in Folge das Verhalten von Menschen kann sich daher diametral unterscheiden, wobei der menschliche Glaube stets zum Vater aller Gedanken, Emotionen und Handlungen eines Menschen wird. Diese im Grunde profane Feststellung macht deutlich, dass ein falscher Glaube auch regelrechte verheerende Konsequenzen zeitigen kann, so dass der Mensch gut darin beraten ist, darauf zu achten, wem oder was er seinen Glauben schenkt.

Wir wissen heute, dass der Mensch im Lauf seiner Geschichte viele schreckliche Dinge getan hat, nicht weil der Mensch ein schlechtes Wesen w├Ąre, sondern weil er dabei jeweils entsprechende Glaubensvorstellungen umgesetzt hat. Ein klares Beispiel f├╝r ein solches Verhalten waren die Hexenverbrennungen des Mittelalters. Auch wenn es keine angenehme Erkenntnis ist, so ist es f├╝r den modernen Menschen wichtig, die Tatsache anzuerkennen, dass ein Mensch durch ein bestimmtes Glaubenskonstrukt sehr leicht in ein falsches Verhaltensschema gef├╝hrt werden kann. Insbesondere absolutistische Vorstellungen k├Ânnen dem Menschen dabei zur Achillesverse eines fanatischen Denkens werden, das umso gef├Ąhrlicher wird, je weniger sich der Betreffende dar├╝ber bewusst ist, dass er absolutistische Ideen in einem relativen Universum verfolgt und dar├╝ber in einer grunds├Ątzlichen Weise in einen Widerspruch zum Leben ger├Ąt.

Bis heute glaubt der "einfache Mensch der Herren-Sklaven-Kultur "absolut" an seine kulturelle Machtlosigkeit, die sowohl einer entsprechenden aktuellen Propaganda als auch den traditionellen religi├Âsen Vorstellungen geschuldet ist. Da ein "Sklavenmensch" stets absolut passiv bleibt, braucht er zur Aufrechterhaltung einer grunds├Ątzlichen Motivation f├╝r eine nat├╝rliche Hoffnung auf eine Befreiung einen von Au├čen kommenden "Erl├Âser". Auch die katholische Kirche hat in ihren Glaubensvorstellungen einen solchen absolutistischen Erl├Âser erschaffen, so dass der Christ bis heute, ob nun bewusst oder nicht, eine ├╝beraus hartn├Ąckige Passivit├Ąt in allen politischen Lebensangelegenheiten aufrecht erhalten hat. Auch wenn ein absolutistischer Glaube daher aus einfachen Vorstellungen besteht, vermag er eine Macht zu entfalten, die dem Gl├Ąubigen eine real-biologische Erl├Âsung auch dann verhindert, wenn sie zum greifen nahe ist. Solange daher ein Gl├Ąubiger auf den Glauben nach einer Erl├Âsung von Au├čen fixiert bleibt, bleibt er auch ein Spielball der Religions- und Ideologiestiftenden kulturellen M├Ąchte, denen er eine absolute Deutungshoheit zuschreibt.

Es mag f├╝r den modernen Menschen schwierig sein, sich die Tatsache vor Augen zu halten, dass es in einem relativen Universum keinen absolutistischen Erl├Âser geben kann, der mit einem Handstreich all die Sch├Ąden wieder richtet, die der Mensch durch seine Selbstorganisation der letzten 6000 Jahre auf der Erde verursacht hat. Die Einsicht, dass der gl├Ąubige Sklavenmensch durch seinen best├Ąndigen passiven Kadavergehorsam die destruktive Entwicklung der menschlichen Kultur bis heute mitzuverantworten hat, ist der einzige Weg, der zur biologischen Selbstheilung des Menschen von einer irrigen Selbstorganisation f├╝hrt. Auf einen Erl├Âser von Au├čen zu warten, w├Ąhrend man selbst immer weiter Teil des Problems bleibt und damit auch selbst das Problem n├Ąhrt, f├╝hrt notwendig zu einen tragischen Teufelskreislauf der chronischen menschlichen Mitschuld f├╝r die Herren-Sklaven-Kultur und ihre Konsequenzen f├╝r alle Lebewesen der Erde. Der dar├╝ber wirksam gewordene religi├Âse Teufelskreislauf der Schuld, der bis heute nur auf absolutistischen Glaubensvorstellungen basiert, muss der moderne Mensch ganz bewusst durchbrechen, damit er sich f├╝r ein gesundes biologisches Leben nicht weiterhin selbst im Weg steht.

Eine weitere wesentliche H├╝rde f├╝r den modernen Menschen auf dem Weg zu einer biologischen Demokratie ist der Umgang mit der menschlichen Sexualit├Ąt. Die Gefahren, die hier f├╝r eine Verhaltensverirrung des Menschen lauern, werden vor allem durch die wissenschaftlichen Befunde zur sogenannten Nymphomanie augenscheinlich. Die krankhafte Sucht nach Sex entsteht im Krankheitsbild der Nymphomanie vor allem dadurch, dass die nat├╝rliche Schamhemmung im betroffenen Menschen nicht mehr greift. Schamlosigkeit ist daher f├╝r den Menschen eine grundlegende Gefahr, die nicht nur f├╝r die Entstehung einer weiblichen Nymphomanie und einer m├Ąnnlichen Sexsucht, sondern auch f├╝r die Ausbildung verschiedener perverser Neigungen eine ausschlaggebende Rolle spielt. Ob daher ein "Herrenmensch" die nat├╝rliche Scham seiner Sexsklavin f├╝r obsolet erkl├Ąrt, um sich seiner Sklavin jederzeit sexuell bedienen zu k├Ânnen, ob eine Frau eine grunds├Ątzlich schamlose Prostitution betreibt oder ob die Wirtschaft "liberale" sexuelle Signale f├╝r die Steigerung der Absatzwirtschaft einsetzt - stets entstehen durch direkte und schamlose sexuelle "Botschaften" "durchschlagende" Wirkungen f├╝r alle Beteiligten, die eine Suchtentwicklung beg├╝nstigen bzw.- nach sich ziehen.

Wenn wir uns die menschliche Natur in einer unbedarften Weise vor Augen f├╝hren, dann finden wir eine wichtige Aufgabe dieser Natur darin, eine 18 j├Ąhrige Reifezeit der Kinder durch eine ganzheitliche k├Ârperliche, emotionale und geistige Erziehung zu organisieren. Anders als bei den Tieren macht der intensive Reifeprozess des Kindes f├╝r den Menschen eine besondere Familienorganisation notwendig, da sowohl die Mutter als auch der Vater f├╝r die emotionale und geistige Reifung der Kinder eine wichtige Rolle spielen. Damit eine Familie ihre innere und ├Ąu├čere Selbstorganisation ├╝ber einen Zeitraum von nicht immer leicht zu bew├Ąltigenden 18 Jahren Erziehungszeit erfolgreich meistern kann, hat die Natur des Menschen besondere Belohnungen f├╝r die nat├╝rliche Familienorganisation in die Ausbildung gebracht. Eine dieser Belohnungen finden wir in der sogenannten Erotik, die sich ├╝ber die nackte Haut organisiert und unter anderem auf spezifische Sinneszellen zur├╝ckgreift, die z.B. nur auf Streicheleinheiten reagieren. Eine andere Belohnung stellt eine intensive sexuelle Erfahrung dar, die sich durch eine besonders durchsetzungsstarke Programmatik verwirklicht.

Wie jede Lebensorganisation entwickelt auch die Familie eine besondere Innenpolitik und Au├čenpolitik um insgesamt erfolgreich funktionieren zu k├Ânnen. Ein "liberaler" sexueller Einfluss von Au├čen vermag durch die starke Durchsetzungskraft der menschlichen Sexualit├Ąt die ganzheitliche Organisation einer Familie derart zu verst├Âren, dass dar├╝ber eine Familie auch in eine Aufl├Âsung geraten kann. Da die starke Rauschkraft der Sexualit├Ąt durch einen Schutz der nat├╝rlichen Scham besichert wird, so dass die freie Verf├╝gung der Sexualit├Ąt als Droge verhindert wird, dient sie in biologischer Hinsicht vor allem dem festen Zusammenhalt der Familie. Daher gilt auch innerhalb einer biologischen Gemeinschaft das selbstverst├Ąndliche Tabu f├╝r eine ├╝bernat├╝rliche Beeintr├Ąchtigung der Familie durch "liberale" sexuelle Botschaften und "Anregungen" von Au├čen.

Eine der wesentlichen destruktiven Symptome der modernen Herren-Sklaven-Kultur ist die Degeneration der zwischenmenschlichen Beziehungen durch die Praxis einer "liberalen" Sexualit├Ąt. Da die menschliche Sexualit├Ąt eine nahezu absolutistische Konsequenz aufweist, denkt der "liberal" sexualisierte Mensch notwendig zu oft an "das Eine" und bleibt mitunter derart auf die Sexualit├Ąt fixiert, dass alle anderen Aspekte einer ganzheitlichen zwischenmenschlichen Beziehung unterbelichtet bleiben. Wir finden in der Natur des Menschen zwei durchschlagende Verhaltensprogramme vor, die eine nahezu absolutistische Verhaltensprogrammatik aufweisen, die Panik und die Sexualit├Ąt. Beide Sonder-Verhaltensprogramme sind davon gepr├Ągt, dass das normale Vernunftdenken des Menschen vor├╝bergehend aussetzt, um einem affektiven Handeln Platz zu machen. Bleibt ein Mensch daher aus welchen Gr├╝nden auch immer best├Ąndig sexualisiert, so f├╝hrt dies langfristig zur chronischen Abnahme seiner normalen Denkf├Ąhigkeit und damit auch zu einem schleichenden Verfall der menschlichen Vernunft.

Bis heute ist in der Herren-Sklaven-Kultur mit der "Liberalisierung" der Sexualit├Ąt auch eine Waffe der grenzenlosen Manipulation des Menschen entstanden, die sich durch eine systematische Schamlosigkeit, Respektlosigkeit und Gleichg├╝ltigkeit auszeichnet und die Sexualit├Ąt in der Konstitution einer "ganz normalen" Gewaltanwendung organisiert. Der moderne "Slang" eines "fuck you" macht deutlich, dass auch eine dazu entsprechend sexualisierte Sprache nicht wie die nat├╝rliche Sexualit├Ąt auf eine Sch├Âpfung von neuem Leben, sondern auf Feindschaft und Krieg abzielt. So finden wir heute eine Form der Instant Sexualit├Ąt innerhalb der Kultur vor, die von den Beteiligten relativ z├╝gig wieder vergessen wird. Diese als Droge konstituierte Sexualit├Ąt basiert in der Regel auf einer sado-masochistischen Lust an der Macht ├╝ber das eigene oder das fremde Leben und hat daher mit einer nat├╝rlichen Beziehung, mit Symbiose oder mit Liebe nur wenig zu tun. Vielmehr erf├╝llt sich dabei ein gegenseitiger Missbrauch der Geschlechter f├╝r ein pervertiertes ├╝bernat├╝rliches Rauscherlebnis, das den Menschen in eine regelrechte Sucht nach einer sado-masochistischen Sexualit├Ąt und in einen dementsprechenden Modus der Geschlechterbeziehung f├╝hrt.

Es ist daher wichtig, dass der Mensch mit seiner Sexualit├Ąt nicht leichtfertig umgeht und sie als eine durchschlagende Kraft respektiert, die entweder zum Segen oder zum Fluch f├╝r einen Menschen, eine Familie und f├╝r eine ganze Gemeinschaft in die Wirkung kommen kann. Vor allem die nat├╝rliche Scham erf├╝llt eine wichtige Schutzfunktion f├╝r den Menschen, so dass der moderne Mensch eine "Liberalisierung" der Sexualit├Ąt durch eine kapitalistische "sex sells" Kommerzialisierung nicht einfach hinnehmen kann, ohne dass er sich dar├╝ber selbst gef├Ąhrdet. Die moderne Herren-Sklaven-Kultur hat seit den 60iger Jahren eine von Natur aus intime Sexualit├Ąt in die ├ľffentlichkeit gezerrt, um f├╝r das moderne Kultursystem eine k├╝nstliche Motivationsdroge zu erschaffen. Wie wir heute wissen, vermag dabei alleine die Abbildung einer nackten Frau im Gehirn des Mannes einen deutlichen Reaktionsimpuls von elektrischer Art auszul├Âsen. Diese im Grunde "banale" Feststellung muss bedenklich stimmen, da in der modernen Kultur in den letzten Jahrzehnten eine "ganz normale" sexuelle Dauermanipulation des Mannes durch eine entsprechende Medienarbeit stattgefunden hat. Die Folgen dieser "liberalen" Sexualpolitik bestehen bis heute auch in einer deutlichen Reduzierung der nat├╝rlichen Familienbildung in der modernen Kultur.

Wie die moderne Forschung festgestellt hat, unterscheidet sich das Denken von Mann und Frau durch besondere nat├╝rliche Vorlieben. Eine Frau ist von Natur aus auf eine soziale Familien-Innenpolitik ausgerichtet und verweilt daher bevorzugt in der Gegenwart um f├╝r die Aufrechterhaltung eines sozialen Familien- und Gemeinschaftsfriedens zu sorgen. Der Mann hingegen praktiziert gerne ein r├Ąumliches und zeitliches Denken, so dass der Mann die Vergangenheit und die Zukunft in sein Denken einbezieht, um durch eine ausf├╝hrliche Analyse bestimmter Lebens-Gestaltungsideen eine m├Âglichst praxistaugliche Umsetzung erreichen zu k├Ânnen. Eine Kultur, die den Mann best├Ąndig mit sexuellen Impulsbildern befeuert, um dar├╝ber notwendig das Denken des Mannes auf "das Eine" zu lenken und zu fixieren, reduziert dar├╝ber auch das nat├╝rliche m├Ąnnliche Planungsdenken. Notwendig f├Ârdert eine solche Entwicklung ├╝ber kurz oder lang eine einseitige weibliche Deutungshoheit in der Kultur und f├╝hrt zu einer relativen Blindheit der Allgemeinheit f├╝r die langfristigen Konsequenzen eines jeweils gegenw├Ąrtigen menschlichen bzw. gesamtkulturellen Verhaltens.

Bereits die Griechen haben in Bezug auf eine sexuelle Fixierung des Mannes durch eine "liberale" weibliche Manipulation die warnenden Mythen der Sirene, der Medusa und der Hydra erschaffen. Vor allem im Mythos der Sirene kommt dabei die zeitlose Erfahrung des Menschen zum Ausdruck, dass eine "liberalisierte" weibliche Lockung f├╝r einen Mann eine unwiderstehliche Wirkung zeitigt. Nicht ohne Grund hat sich Odysseus daher an einen Mast anbinden lassen, um dem Gesang der Sirenen lauschen zu k├Ânnen. Das Spielen mit der menschlichen Sexualit├Ąt ist daher vor allem f├╝r den Mann gef├Ąhrlich, so dass sich auch der moderne Mann in dieser Hinsicht nicht leichtfertig selbst ├╝bersch├Ątzen darf, wenn er sich nicht dem Risiko aussetzen will, zum Spielball einer "liberalen" weiblichen Manipulation und eines entsprechenden weiblichen Machtstrebens zu werden.

Auch die Kinder sind heute durch ein allgemein sich "liberalisierendes" Verhalten vieler moderner Frauen gef├Ąhrdet. Da ein Kind in den ersten Lebensjahren vollst├Ąndig von der Mutter abh├Ąngig ist, erw├Ąchst der Mutter in der Mutter-Kind-Beziehung eine nahezu allm├Ąchtige Stellung. Diese m├╝tterliche Macht kann durch ein "liberales" Machtstreben so weit gesteigert und gefestigt werden, dass der nat├╝rliche Reife- und Souver├Ąnit├Ątsprozess ihrer Kinder verhindert bleibt und die Kinder "h├Ârig" im Sinne einer andauernden psychischen Abh├Ąngigkeit bleiben. Eine solche psychische Abh├Ąngigkeit der Kinder f├Ârdert das sogenannte Krankheitsbild der Regression, das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Kind eine unerf├╝llbare Sehnsucht nach einer R├╝ckkehr in die  Allharmonie entwickelt, die das Kind vor seiner Geburt im Mutterleib erlebt hat. Eine sich einstellende kindliche Gewohnheit der Sehnsucht nach einer allharmonischen m├╝tterlichen Beziehung wird f├╝r die Mutter notwendig zu einer starken Quelle der Macht und vermag auch von einer Herren-Sklaven-Kultur dazu genutzt werden, die nat├╝rliche Reife des Menschen zur Souver├Ąnit├Ąt nachhaltig zu behindern. So unterst├╝tzt heute die moderne Wirtschaft nicht nur eine menschliche Sexsucht durch entsprechende Medienbotschaften sondern auch eine regelrechte Sehnsucht durch eine ganze Musikindustrie des sehns├╝chtigen Liedguts. Sehnsuchtsvolle Lieder werden heute unter anderem im Supermarkt eingesetzt, damit Menschen mehr kaufen als sie eigentlich ben├Âtigen. Die gro├če Machtf├╝lle, die sowohl der modernen Frau als auch der modernen Kultur durch die "Liberalisierung" der Sexsucht und der Sehnsucht entstanden ist, ergibt sich heute durch ein regelrechtes Pendeln der Menschen zwischen einer Sexsucht und einer Sehnsucht und der Bereicherung durch weitere Suchtgewohnheiten vom Zucker bis zum Alkohol. Dar├╝ber entsteht dem modernen Menschen notwendig ein "normales" Gewohnheitsgef├Ąngnis, aus dem der "Insasse" nur schwer wieder entkommt.

Eine zus├Ątzliche Best├Ąrkung der weiblichen Macht hat vor allem die Emanzipationsbewegung und ein aufkeimender G├Âttinnen-Kult durch die sogenannte 68er Revolution bewirkt. Eine daraus bis heute erwachsene absolutistische Verherrlichung der Frau ist in der modernen Kultur "normal" geworden, so dass sich der moderne Mensch schwer damit tut, eine Kritik an der Frau und an einem "liberalen" weiblichen Verhalten zu formulieren. Dies gilt auch f├╝r die Tatsache, dass die Frau mit einem modernen Konsumanteil von 70% die Priesterinnen einer bedenkenlosen kapitalistischen Konsumreligion geworden sind. Ein gro├čer Anteil der modernen Frauen nimmt f├╝r den modernen Konsum keine relevante R├╝cksicht auf irgendeine Moral und Ethik, insofern als es heute kein Geheimnis mehr ist, dass f├╝r den Billigkonsum von Mode und Sch├Ânheitsmitteln indische und afrikanische Frauen bis zu 90 Stunden in der Woche arbeiten, um dar├╝ber lediglich ein notd├╝rftiges Dasein fristen zu k├Ânnen. Durch die "fortschrittliche" Entwicklung einer derartigen Billigprodukt-Sklaverei erlischt notwendig auf Dauer das soziale Empfinden des Menschen und weicht einer immer mehr verh├Ąrtenden Schamlosigkeit, Respektlosigkeit und Gleichg├╝ltigkeit gegen├╝ber den sozialen Belangen der menschlichen Selbstorganisation. Notwendig ger├Ąt der Mensch dar├╝ber in die fortschrittliche Gefahr, sich zu Tode zu am├╝sieren und zu konsumieren.

Der Mensch kann eine "liberalisierte" Sexualit├Ąt nicht auf Dauer ohne eine erhebliche Degeneration seiner Beziehungen praktizieren. Gerade auch weil der sogenannte sexuelle Humor absolutistisch fungiert, vermag er auch jede berechtigte Kritik an einem schamlos sich sexualisierenden Verhalten durch ein Schulterzucken abzusch├╝tteln. Eine anziehende sexuelle "Ausstrahlung" oder eine absolut gl├╝ckliche Mimik ist daher kein Garant f├╝r ein biologisch gesundes Verhalten, sondern kann auch den Stachel einer absolutistischen Manipulation enthalten. Eine dar├╝ber notwendig untergr├╝ndig stattfindende gegenseitige T├Ąuschung der Geschlechter beg├╝nstigt einen regelrechten Krieg der willk├╝rlichen Manipulationen, so das am Ende auch die L├╝ge, die T├Ąuschung und der Betrug durch einen absolutistischen sexuellen Humor "liberalisiert" und "normalisiert" werden. Gerade wenn daher Frauen durch eine professionelle Sexualisierung ihres Verhaltens eine unwiderstehliche Ausstrahlung entwickeln, ist ihr Denken und Handeln durch eine bodenlose und untergr├╝ndige Gewaltpotenz gepr├Ągt.

Der moderne Mensch spielt daher mit seiner Zukunft bereits dadurch ein gef├Ąhrliches Spiel, dass er das heutige Geschlechterverhalten in einer ma├člosen Weise "liberalisiert". Die bewusste Reinigung von allen Vorstellungen einer "liberalen" Sexualit├Ąt ist daher eine wesentliche Voraussetzung f├╝r eine nachhaltige biologische Gemeinschaftsorganisation, da sich durch eine "liberale" Sexualisierung notwendig das nat├╝rliche Sozialverhalten des Menschen von innen heraus zersetzt.

Die letzte und schwierigste H├╝rde auf dem Weg zur biologischen Demokratie stellt die Bereinigung des pers├Ânlichen Weltbildes von dem emotionalen und ideologischen Erbe der Herren-Sklaven-Kultur dar. Jedes Kind, das in eine Herren-Sklaven-Kultur hineingeboren wurde, findet sich in einer ├╝bernat├╝rlichen Situation wieder, so dass bereits das Kleinkind besondere Strategien f├╝r ein ├ťberleben in der Herren-Sklaven-Kultur entwickelt. Kinder ├╝bernehmen im Zuge dieser ├╝berlebensnotwendigen Anpassung die allgemeinen Normen der Kultur durch einen nat├╝rlichen und unterbewusst bleibenden Prozess der Nachahmung. Da ein Kind noch nicht die F├Ąhigkeit besitzt, ├╝ber die Normen seiner Kultur nachzudenken und sie zu bewerten, bleiben dem modernen Menschen die Widerspr├╝che zwischen einer menschlichen Natur und und einer ├╝bernat├╝rlich-willk├╝rlichen Herren-Sklaven-Kultur so lange verborgen, bis der erwachsen gewordene Mensch die "Selbstverst├Ąndlichkeiten" seiner Kultur auf ihren konstruktiven oder destruktiven Gehalt hin ├╝berpr├╝ft. Dass auch der erwachsene Mensch bis heute in der Regel nicht dahin kommt, seine Kultur auf einen Pr├╝fstand zu stellen, daf├╝r sorgen vor allem die Medien der Herren-Sklaven-Kultur mit einer entsprechend reichhaltigen Ablenkung und Unterhaltung.

Anders als die menschliche Natur, die nach einer relativen Ausgeglichenheit von Sicherheit und Freiheit strebt, f├Ârdert eine Herren-Sklaven-Kultur vorwiegend ├╝bernat├╝rliche "sensationelle und phantastische" Bestrebungen des Menschen, so dass der Mensch trotz eines offiziell gewordenen relativen Weltbildes der Wissenschaft heute noch immer in einer grunds├Ątzlichen Weise nach einer "absoluten" Sicherheit und einer "absoluten" Freiheit verlangt. Diese destruktive Neigung zur ├╝bernat├╝rlichen Polarisation zeitigt im sozialen Zusammenleben einer Herren-Sklaven-Kultur notwendig st├Ąndige destruktive Konsequenzen, da der Mensch stets in allem ├╝bertreibt und sich selbst und Anderen mit extremistischen Allmacht-Fantasien und Ohnmacht-├ängsten zur Last f├Ąllt.

Der Versuch der Kinder sich an die Herren-Sklaven-Kultur mit all ihren Unertr├Ąglichkeiten anzupassen, f├╝hrt im Lauf der Zeit zu einer Sammlung von besonderen Anpassungs-Strategien, die in einer daf├╝r gesondert ausgebildeten virtuellen Datenbank gesammelt und gespeichert werden. Diese von der modernen Psychologie als ├ťber-Ich bezeichnete Datenbank hat bereits Sandor Ferenczi - einer der ersten Psychoanalytiker im Kreise Freuds - als die Quelle aller psychischen Probleme des Menschen bezeichnet. Im Verlauf von vielen psychologischen Spezialuntersuchungen hat sich dabei herauskristallisiert, dass ein in der Kindheit ausgebildetes ├ťber-Ich durch die fortw├Ąhrende Ansammlung immer neuer Anpassungs-Strategien mitunter zu einer herausragenden Stellung in der Selbstorganisation des Kindes bzw. des sp├Ąteren Erwachsenen kommt. Dadurch kann dem Betreffenden eine rigide innere Verhaltensdiktatur entstehen, die bis zur sogenannten Besessenheit durch eine oder mehrere integrierte Verhaltensrollen reichen kann.

Das ├ťber-Ich ist als ein ├╝bernat├╝rlicher Ersatz f├╝r eine nat├╝rliche Ich-Organisation zu verstehen, so dass sich das ├ťber-Ich weder mit der Natur des Menschen, noch auch mit dem Wesen einer biologischen Demokratie vertr├Ągt und daher stets ein explizites, ├╝bernat├╝rliches Anpassungsprodukt des Menschen an die Herren-Sklaven-Kultur bleibt. Dass der Mensch aus seiner 6000 j├Ąhrigen Sklaven- und Kriegsgeschichte bis heute die wesentlichen Lehren nicht gezogen hat und trotz gewisser revolution├Ąrer Entwicklungen immer wieder zur Organisation einer Herren-Sklaven-Kultur zur├╝ckgekehrt ist, liegt zu einem gewichtigen Anteil an der regelrechten Ausbildung einer autorit├Ąr agierenden ├ťber-Ich Instanz im menschlichen Weltbild, die sich mit der Statthalterschaft Gottes auf Erde ├╝ber die Priester in die menschliche Selbstorganisation ├╝bertragen hat. Die dar├╝ber sich immer wieder neu errichtende absolutistische Selbstorganisation des Menschen, verhindert bis heute den nat├╝rlichen Reifeprozess des Menschen zur biologischen Souver├Ąnit├Ąt in einer regelrechten Weise. Ein sich best├Ąndig durch absolutistische Anpassungen organisierendes Kind kann als Erwachsener mit einer pl├Âtzlich entstehenden Freiheit nur bedingt umgehen und neigt mitunter bis ans Lebensende dazu, immer wieder nach neuen "F├╝hrern" zu suchen und zu verlangen.

Der wesentliche Initiator f├╝r die Ausbildung eines absolutistischen ├ťber-Ich's ist und bleibt die "normale" Erfahrung der Unertr├Ąglichkeit innerhalb der Herren-Sklaven-Kultur und dem Bem├╝hen eines Betroffenen, diese Erfahrungen nach M├Âglichkeit zu vermeiden. Eine Unertr├Ąglichkeits-Erfahrung kann bereits dar├╝ber entstehen, dass ein Mitmensch derart ├╝bernat├╝rliche und widernat├╝rliche Gedanken und Emotionen produziert, dass dem "naiven" Kind oder Erwachsenen eine panische Reaktion entsteht. Der menschliche Panikmodus ist davon gekennzeichnet, dass sich das normale Denken des Menschen abschaltet und sich der Betreffende auf eine augenblickliche Erl├Âsung der bedrohlichen Situation durch einen Angriff oder eine Flucht konzentriert. Hierbei entsteht vor allem dann eine bedr├╝ckende innere Not, wenn es sich beim Ausl├Âser der Panik um einen Elternteil oder um einen Arbeitgeber handelt, da der Betroffene dann weder angreifen noch fliehen kann, ohne sich einen erheblichen Schaden einzuhandeln. Vor allem in famili├Ąren und lebenswichtigen Beziehungen wirkt sich daher ein absolutistisch sich verhaltender Mensch mitunter als eine H├Âlle f├╝r einen naiven Menschen aus, da sich f├╝r ihn kein nat├╝rlicher Weg findet, eine entstehende Panik wieder aufzul├Âsen. Kann sich ein Betroffener nicht ausreichend von einer inneren Panik erl├Âsen, so entsteht dem Betroffenen mitunter der krankhafte Dauerzustand einer latent und damit leicht entz├╝ndlich bleibenden Panik, der von der Psychologie als Hysterie bezeichnet wird.

Eine andere Erkrankung des Menschen durch eine l├Ąngerfristig unerl├Âst bleibende Panik ist die Ausbildung einer sogenannten Phlegmatie, die ├ähnlichkeiten mit einer tierischen Angststarre aufweist. Dabei entwickelt der Betroffene einen Gef├╝hlspanzer f├╝r seine unertr├Ąglichen zwischenmenschlichen Beziehungen und setzt daf├╝r vor allem das Mittel einer absolutistischen Gleichg├╝ltigkeit ein. Zudem nutzt der Betroffene im Verlauf der sich dar├╝ber ausbildenden ganzheitlichen Verhaltensstrategie die verschiedenen Mittel der Verdr├Ąngung, der Sublimierung, der ├ťbertragung und der willk├╝rlichen Ablenkung, um dar├╝ber insgesamt den Zustand der unerl├Âsten inneren Panik zugunsten einer aufgerichteten k├╝nstlichen Realit├Ąt wirksam ├╝bermalen zu k├Ânnen. Notwendig entstehen dem Kind bzw. auch dem sp├Ąteren Erwachsenen dar├╝ber schwerwiegende individuelle Beziehungsprobleme und Verhaltensst├Ârungen, die nur dann in die Aufl├Âsung gebracht werden k├Ânnen, wenn der Betroffene den Werdegang der eigenen Selbstorganisation noch einmal mit einer bio-logischen Korrektur der einzelnen Anschauungen nachvollzieht.

F├╝r diese Selbstpr├╝fung ist es von Vorteil, wenn sich der Betreffende nicht vor psychologischen Begriffen ├Ąngstigt, da die "Macken" eines Menschen nur dann Anlass zur Sorge bieten, wenn der Betreffende diese Macken in ihrer Bedeutung und Konstitution verabsolutiert und sich dar├╝ber regelrecht innerhalb eines Teufelskreises der st├Ąndigen Selbstbetrachtung und Selbstverbesserung gefangen setzt. Auch ist es wichtig zu begreifen, dass wir innerhalb einer Herren-Sklaven-Kultur von einer leichten bis schwerwiegenden Schizophrenie aller Menschen auszugehen haben, da der Mensch neben seinem eingeborenen Natur-Ich auch ein k├╝nstliches absolutistische Kultur-Ich f├╝r eine Anpassung an die Kultur in die Entwicklung bringt. Dar├╝ber entsteht im "normalen" Menschen eine ganze Struktur von ├╝bernat├╝rlichen Verhaltensweisen, die der eingeborenen Natur des Menschen mitunter direkt widersprechen. Ein st├Ąndiger innerer Kampf des Menschen mit sich selbst, mit den Mitmenschen und der Natur ist innerhalb der Herren-Sklaven-Kultur daher ebenfalls als "normal" zu erachten. Die Tragik in dieser Entwicklung besteht darin, dass die im Lauf der Zeit sich ansammelnden absolutistischen Rollenbilder schlie├člich einen "professionellen" absolutistischen Kulturschauspieler im Menschen erzeugen, der den Krieg gegen das eingeborene Natur-Ich immer wieder "gewinnt", so dass die nat├╝rlichen Ansichten und W├╝nsche des "normalen" Menschen nach und nach ganz verdr├Ąngt werden und versiegen. Der "Erfolg" dieser Ma├čnahmen ist ein grunds├Ątzliches ├ťberleben in der Herren-Sklaven-Kultur mit dem Preis einer "normalen" Destruktivit├Ąt und einer chronischen inneren Widerspr├╝chlichkeit. So k├Ânnte der Preis der Herren-Sklaven-Kultur f├╝r den Menschen gar nicht h├Âher ausfallen, da sie dem Menschen das nat├╝rliche Leben selbst kostet. Diese fundamentale Tragik der menschlichen Selbstorganisation innerhalb einer Herren-Sklaven-Kultur beginnt bereits mit dem ersten kindlichen Versuch der Anpassung, da jede "erfolgreiche" Anpassung in verschiedene Fehlentwicklungen und Erkrankungen des Denkens und Handelns f├╝hrt.

Die kulturellen Anpassungs-Ma├čnahmen der Kinder und ihre Folgen machen dabei vor allem deutlich, dass eine wesentliche Voraussetzung f├╝r die Dauerhaftigkeit einer biologischen Gemeinschaft darin besteht, alle ├╝bernat├╝rlichen menschlichen Verhaltensweise zu ├Ąchten, die dazu f├╝hren, einem Menschen eine Erfahrung der Unertr├Ąglichkeit zu bescheren. Erst ein gesellschaftliches Tabu f├╝r ein unertr├Ągliches menschliches Verhalten in Verbindung mit einer moralischen Selbstverpflichtung aller Erwachsenen, auch fremde Kinder vor Unertr├Ąglichkeits-Erfahrungen zu bewahren, erm├Âglicht einer Gemeinschaft einen ausreichenden Selbstschutz vor schwerwiegenden psychopathischen Entwicklungen. Eine Unertr├Ąglichkeits-Erfahrung ist pures Gift f├╝r das biologische Gemeinschaftsleben, weil sie das Urvertrauen des Menschen in das Leben, in die Gemeinschaft und in die zwischenmenschliche Beziehungen vollst├Ąndig zersetzen und den Betroffenen in ein regelrechtes destruktives Verhaltenskonzept f├╝hren kann.

Die bewusste Reinigung von der ideologischen Erblast der Herren-Sklaven-Kultur ist in der Regel auch f├╝r einen erwachsenen Menschen nicht ohne Weiteres zu bew├Ąltigen, da die "normale" Erfahrung der Unertr├Ąglichkeit innerhalb der Herren-Sklaven-Kultur eine schwere kindliche Verirrung verursacht, die mit einer Ausbildung von Schuldgef├╝hlen, Minderwertigkeitskomplexen und einem Gef├╝hl der Hoffnungslosigkeit einhergeht. Der moderne Mensch kann daher seine eigene ideologische Altlast aus der Kindheit nur dann in einer hinreichenden Weise aufl├Âsen, wenn er die innere Tragik der Herren-Sklaven-Kultur begriffen hat und die Erkenntnis eines Theodor W. Adorno nachvollziehen kann, dass es kein richtiges Leben im Falschen geben kann.

Eine daraus erwachsende starke Entschlusskraft f├╝r eine konsequente Selbstreinigung von den ideologischen Normen der Herren-Sklaven-Kultur ist in der Lage alle unbewusst ├╝bernommenen absolutistischen Selbstverst├Ąndlichkeiten einer Herren-Sklaven-Kultur so wie alle daraus folgenden "normalen" Suchtph├Ąnomene in eine Aufl├Âsung zu bringen. In der Regel ├╝bersch├Ątzt der moderne Mensch die Probleme, die mit einer Aufl├Âsung vor allem von immateriellen Suchtgewohnheiten verbunden sind, da vor allem die Unertr├Ąglichkeit einer pers├Ânlichen Lebenssituation f├╝r eine Suchtentwicklung urs├Ąchlich ist. Absolutistische Suchtgewohnheiten bieten dem Betreffenden eine vor├╝bergehende Erl├Âsung von inneren Unertr├Ąglichkeits-Empfindungen, so das viele Suchtentwicklungen von Betroffenen als positiv empfunden werden. Daher macht es auch keinen Sinn, sich bestimmte Suchtgewohnheiten mit Gewalt abgew├Âhnen zu wollen, da der Betroffene dadurch lediglich erreicht, dass er nach einer anderen M├Âglichkeit sucht, um die nach wie vor urs├Ąchlich wirkenden Unertr├Ąglichkeits-Empfindungen zu neutralisieren. Erst wenn der Betreffende die eigentliche Ursache seiner Suchtneigung begreift und beschlie├čt seine Selbstorganisation ma├čgeblich zu ver├Ąndern, l├Ąsst mit einer partiellen Erl├Âsung der Unertr├Ąglichkeits-Empfindungen auch der Suchtdruck nach. Viele Menschen haben bereits die Erfahrung gemacht, dass sie ihre Sucht einfach vergessen, wenn sie in einer anregenden Gesellschaft sind und ihre soziale Natur eine bek├Âmmliche Nahrung erh├Ąlt. Eine Sucht ist und bleibt daher stets eine Ersatzhandlung, die sich von selbst aufl├Âst, sobald eine Unertr├Ąglichkeits-Empfindung aufh├Ârt und sich die menschliche Natur wieder in einer gesunden Weise erf├╝llen kann.

F├╝r eine solche Erf├╝llung der menschlichen Natur kann sich der moderne Mensch weniger denn je auf eine moderne Wirtschaft und eine moderne Politik verlassen, so dass er sich in Eigenregie von der traditionellen Ideologie einer Herren-Sklaven-Kultur erl├Âsen muss. Erst durch eine autarke Erl├Âsung von allen widernat├╝rlichen Werten, Ansichten und Ideologien kann ein moderner Mensch auch zu einem Z├╝nglein an der Waage f├╝r eine ganzheitliche menschliche Erl├Âsung von der tragischen Verirrung des Menschen in die Sklaverei werden, die den Menschen seit 6000 Jahren in einer absolutistischen Herren-Sklaven-Kultur gefangen h├Ąlt.

5. Erste Schritte zur biologisch-demokratischen Selbstorganisation

Eine biologisch-demokratische Selbstorganisation kann heute ├╝berall dort entstehen, wo sich eine gen├╝gend hohe Anzahl von Menschen auf eine entsprechende Zukunftsvision einigen kann. Auch wenn daher eine moderne Kleinstadt durchaus aus dem Stand zu einer Verwirklichung einer biologischen Demokratie gelangen kann, bietet vor allem die Begr├╝ndung kleiner demokratischer Bauernhofgemeinschaften eine breitgef├Ącherte M├Âglichkeit, um kleine demokratische Zellen zu bilden, die sich im Lauf der Zeit vernetzen und zu dezentralen Verwaltungskreisen verschmelzen k├Ânnen.

Ein moderner Mensch, der zu dem Entschluss kommt, auf eine biologische Weise leben zu wollen, ben├Âtigt f├╝r die Teilnahme an einer biologischen Gemeinschaft vor allem n├╝tzliches Wissen und n├╝tzliche F├Ąhigkeiten, die er in die Gemeinschaft f├╝r eine grundlegende symbiotische Beziehungsgestaltung einbringen kann. F├╝r die Begr├╝ndung einer stabilen demokratischen Bauernhofgemeinschaft ist zudem ein angesparter Geldbetrag von 35.000,-- Euro notwendig, da der Besitz eines Bauernhofes wesentlich f├╝r eine notwendige Basissicherheit der Mitglieder ist. Durch den gemeinsamen Besitz eines Hofes kann die Gemeinschaft ein Statut mit einem unk├╝ndbaren Wohnrecht konstituieren um das nat├╝rliche Streben des Menschen nach Sicherheit in einer ausreichenden Weise f├╝r jedes Mitglied zu erf├╝llen. Um auch das nat├╝rliche Bed├╝rfnis nach Freiheit zu ber├╝cksichtigen, empfiehlt sich die Aufnahme der M├Âglichkeit eines freiwilligen Austritts in das Gemeinschaftsstatut. Dabei muss gew├Ąhrleistet sein, dass der Austretende seine Beteiligung von 35.000,-- Euro zur├╝ck erh├Ąlt, sobald der entsprechende Geldbetrag durch ein neu integriertes Gemeinschaftsmitglied eingegangen ist. Erf├╝llen die Gemeinschaftsstatuen die wesentlichen menschlichen Grundbed├╝rfnisse nach Sicherheit und Freiheit, so entsteht eine tiefgehende Entspannung innerhalb der Gemeinschaft, da die moderne Herren-Sklaven-Kultur dem Menschen weder eine ausreichende Sicherheit noch eine ausreichende Freiheit gew├Ąhrt, so dass heute die meisten Menschen eine innere notorische Grundanspannung entwickelt haben. Erst durch eine entsprechende Entspannung kann ein unbeschwertes und einfaches Miteinander der Mitglieder zu einer Norm des Umgangs innerhalb der Gemeinschaft werden, da es nicht mehr notwendig ist, sich selbst und die gesamte Umgebung f├╝r eine ausreichende Selbstsicherung zu kontrollieren und zu manipulieren.

Wir finden heute in bestimmten Gegenden in ganz Europa aussterbende D├Ârfer und unterbesetzte Kleinst├Ądte, in welchen sich eine biologisch-demokratische Selbstverwaltung auch mit wenig Geldeinsatz relativ z├╝gig umsetzen l├Ąsst. Gr├Â├čere Schwierigkeiten f├╝r eine nat├╝rliche Gemeinschaftsgr├╝ndung k├Ânnen sich vor allem in Deutschland durch eine ausgedehnte deutsche Regelordnung ergeben. Sollte dem Einzelnen dar├╝ber hin und wieder der Mut sinken, so hilft in der Regel die Erinnerung an eine biologische Weisheit aus dem deutschen Kulturgut: "Es gibt nichts Gutes, au├čer man tut es" Der Mensch ist daher gut darin beraten, sich durch Nichts und Niemanden davon abhalten zu lassen, die Zielsetzung einer biologischen Gemeinschaftsorganisation zu verwirklichen, auch wenn daf├╝r einige Umwege notwendig werden.

 

Informationen

Falls Sie an der Mitgestaltung oder an der F├Ârderung einer biologischen Gemeinschaftsgr├╝ndung interessiert sind oder Informationen ├╝ber g├╝nstig zu erwerbende Bauernh├Âfe und Gastst├Ątten haben, dann melden Sie sich unter der unten angegeben E-mail Adresse. Der Aufbau einer entsprechenden Info-Datenbank beginnt ab sofort (August 2017)

Da es bislang kein Verlag gewagt hat, mein Buch "Curriculum der Sklaverei" zu ver├Âffentlichen, k├Ânnen Sie das Buch f├╝r 12,-- Euro vorerst nur per E-mail bestellen. Sie finden in dem Buch die Darstellung der menschlichen Geschichte aus einer einfachen biologischen Perspektive heraus. Dabei er├Âffnet sich f├╝r den Studenten eine wachsende Hintergrund-Perspektive f├╝r die Problematik, die sich der Mensch im Lauf der Zeit mit der Umsetzung der Sklavenidee erschaffen hat. Dazu f├╝hrt das Buch viele Empfehlungen f├╝r kostenlos zug├Ąngliche Internet-PDF-Abhandlungen und Youtube-Dokumentationen im Anhang des Buches auf, so dass der Student die Erkenntnisse und Ansichten auch anderer Autoren aufnehmen kann, um zu einer stabilen eigenen Anschauung gelangen zu k├Ânnen.

Copyright und Kontakt

Alle Texte diser Internetseite unterliegen dem g├Ąngigen Copyright. F├╝r eine Weiterempfehlung geben Sie bitte die Internetadresse weiter. Vor allem eine Verwertung des Textes f├╝r die Einbindung von Textpassagen in fremde Textarbeien oder in andere Informationszusammenh├Ąnge ist nur mit einer konkreten Erlaubnis gestattet.

Entsprechende Anfragen und andere Anliegen richten Sie bitte an die E-mail Adresse Wolfgang_Hauke@web.de

      

[Home]