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Krise 2035 - Ein Ausweg

Bio-logische Gemeinschaften k├Ânnen ├╝berleben

Einleitung

1. Die nat├╝rliche Selbstorganisation des Menschen

2. Pers├Ânliche Fortschritte auf dem Weg in eine gesunde Selbstorganisation

Schluss

Anhang

 

Einleitung

Die folgende Abhandlung basiert auf den 30 j├Ąhrigen Studien f├╝r mein Buch "Curriculum der Sklaverei" und er├Ârtert die M├Âglichkeit f├╝r den modernen Menschen, das Wesentliche aus seiner Gechichte zu lernen, um zu einer nachhaltigen Selbstorganisation zu gelangen.

Der Mensch befindet sich heute in einer schweren und m├Âglicherweise letzten Krise f├╝r das Modell seiner Selbstorganisation der letzten 6000 Jahre. Da es dem Menschen in dieser Zeit nicht gelungen ist, sich von einer tragischen Umsetzung der Sklaverei als einer sich ├╝bernat├╝rlich konstituierenden parasit├Ąren Diktatur von Leben wieder zu erl├Âsen, hat ein gro├čer Teil der modernen Menschen nach den beiden Weltkriegen im 20. Jahrhundert die Hoffnung auf die biologische Zurechnungsf├Ąhigkeit des Menschen aufgegeben. Seit nunmehr 70 Jahren lenkt sich der moderne Mensch daher mehr und mehr von seinen wesentlichen Problemstellungen durch Unterhaltungen ab und f├╝hrt lediglich Symptom-Diskussionen, die an der Oberfl├Ąche der kulturellen Problemfelder verbleiben und jede tiefere Auseinandersetzung durch eine bio-logische Ursache-Wirkung-Analyse vermeiden.

Die wesentlichen Probleme f├╝r eine zukunftsf├Ąhige Selbstorganisation des Menschen ergeben sich heute durch eine Nahrungswirtschaft der Monokultur, der Massentierhaltung und der Massenfabrikation, die durch regelrechte Produktions-Konzentrationslager organisiert, den Erdboden, das Wasser und alles Leben auf der Erde zunehmend vergiften. Die destruktiven Konsequenzen dieser Nahrungswirtschaft entspringen keiner biologischen Notwendigkeit, sondern der Zielsetzung eines zentralistischen und absolutistischen Machtstrebens, das sich nach den Weltkriegen durch eine politische Agenda f├╝r eine neue Weltregierung der Wenigen fortgesetzt hat. Dar├╝ber ist die nat├╝rlich-dezentrale Selbstorganisation des Menschen langsam aber sicher in eine Aufl├Âsung geraten und hat einer Massendiktatur von Pflanzen, Tieren und Menschen Platz gemacht.

Seit 1970 haben die massiven Einwirkungen des Menschen auf die Natur der Erde durch eine zunehmende Vergiftung des Bodens, des Grundwassers, der Luft und der Weltmeere ca. 52% der Tierarten und ca. 35% aller Pflanzenarten vernichtet. Vor allem an einem zunehmenden Bienensterben wird dabei deutlich, dass sich der Mensch durch seine Wirtschaftsagenda zunehmend selbst bedroht, da eine k├╝nstliche Best├Ąubung aller Kulturpflanzen einen zu hohen Aufwand bedeutet. Wissenschaftlichen Einsch├Ątzungen zu Folge wird es zudem ab 2035 mehr Plastik als Fische im Meer geben, so dass das Meer zunehmend zu einer giftigen Br├╝he wird, in dem das Leben langsam aber sicher versiegt. Die bis heute entwickelten 33 Pr├╝fverfahren f├╝r Zusatzstoffe im Trinkwasser zeigen eine ansteigende krebserregende Nitratbelastung des Grundwassers auf, so dass seit 1970 alleine in Deutschland mehr als 1000 Brunnen geschlossen wurden. Neue Brunnen werden heute bis zu 200 Meter tief gebohrt, da die Nitrat├╝berlastung des Trinkwassers bereits eine regelrechte Grundwassertiefe von 50 Metern erreicht hat. Da die moderne Massentierhaltung zu viel nitrathaltigen Tierurin produziert, der auf den Ackerfeldern "entsorgt" wird, erw├Ąchst aus dieser "├ťberd├╝ngung" des Bodens eine weitere elementare Gefahr f├╝r eine schleichende Vergiftung aller Lebewesen der Erde.

Der moderne Mensch lenkt sich von diesen wesentlichen Problemfeldern seiner gegenw├Ąrtigen Selbstorganisation durch die Diskussion von vielen Scheinproblemen best├Ąndig ab. Diese bereits als professionell zu bezeichnende Ablenkung begr├╝ndet der Mensch auch mit dem Argument, dass der Mensch das einzige Wesen auf der Erde sei, das sich seiner Sterblichkeit bewusst ist, so dass der Mensch grunds├Ątzlich viel Ablenkung und Unterhaltung ben├Âtige. Diese Erkl├Ąrung l├Ąsst au├čen vor, dass es auch andere Ursachen f├╝r ein ├╝bersteigertes menschliches Bed├╝rfnis nach Ablenkung und Unterhaltung gibt. Die Tatsache, dass die Sklaverei und die mit ihr verwandten menschlichen Beziehungsverh├Ąltnisse f├╝r eine zur besonderen Freiheit begabten menschlichen Natur einen grundlegenden, unertr├Ąglichen Widerspruch bedeuten, ist bis heute nicht in einer ad├Ąquaten Weise im Bewusstsein des Menschen pr├Ąsent.

In den letzten 6000 Jahren haben sich viele verschiedene Formen der sklavischen Organisation in der Geschichte des Menschen ausgebildet, wobei den meisten Menschen die harte Sklaverei, die Schuldknechtschaft und die Leibeigenschaft bekannt sind. Durch die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert wurden die direkten und harten Formen der Sklaverei abgeschafft und durch eine "sanfte" Sklaverei der indirekten Sachzw├Ąnge ersetzt. Diese Sachzw├Ąnge wurden vor allem durch die Aufl├Âsung der Leibeigenschaft im Zuge der industriellen Revolution deutlich, da der einfache Mensch nicht l├Ąnger durch die adelige Sozialversicherung der Leibeigenschaft gesch├╝tzt war. Die Situation vieler Menschen wurde mit dem Beginn der industriellen Revolution daher unhaltbar, so dass beispielsweise viele Weber in Europa durch das industriell hergestellte englische Tuch den Hungertod fanden. Der dar├╝ber augenscheinlich gewordene finanzielle "Sachzwang" f├╝r den industriellen Arbeiter ist bis heute der Schl├╝ssel f├╝r die zentralistische Lenkung und Ausbeutung der "einfachen" Menschen innerhalb einer kapitalistisch sich organisierenden Herren-Sklaven-Kultur geblieben.

Heute findet sich der normale Mensch in einem ganzen Netz von "Sachzw├Ąngen" gefangen, so dass das gestiegene Bed├╝rfnis nach Trost und Ablenkung nach dem zweiten Weltkrieg durch einen zunehmenden kapitalistischen Massenkonsums befriedigt wurde. Die dar├╝ber sich einstellende Nachfrage nach Billigprodukten aus aller Welt hat zu eine Globalisierung der Wirtschaft gef├Ârdert, die bis heute einen st├Ąndigen Kosten- und Lohndruck f├╝r den einfachen Menschen erzeugt. So ergeben sich heute wieder neue Formen einer harten Sklaverei, da vor allem die Menschen in der "zweiten und dritten" Welt bis zu 90 Stunden in der Woche arbeiten und dar├╝ber trotzdem nur ein karges Auskommen erreichen. Auch die Menschen der ersten Welt sind dar├╝ber in einen Zugzwang f├╝r eine immer "effektivere" Arbeitsleistung geraten. Dabei hat die Agenda der Weltregierung durch den modernen Herrenmenschen sowohl f├╝r eine Konzentration der wirtschaftlichen Macht auf nurmehr 147 Gro├čkonzerne gesorgt und f├╝r eine "fortschrittliche" Verm├Âgensumschichtung von Unten nach Oben erreicht, die den Mittelstand langsam aber sicher in eine Aufl├Âsung bringt.

Ein wesentliches Mittel f├╝r diese destruktive Entwicklung der modernem Selbstorganisation ist die traditionelle "Erziehung" der Diener- und Sklavenmenschen innerhalb der Herren-Sklaven-Kultur, die den Betroffenen das Streben nach einer nat├╝rlichen Souver├Ąnit├Ąt und Selbst├Ąndigkeit aberzieht. Damit das System der Herren-Sklaven-Kultur ├╝berhaupt funktionieren kann muss die Voraussetzung einer normalen politischen Passivit├Ąt und Unverantwortlichkeit der Volksmasse erreicht werden, da eine Allmacht von wenigen Herrenmenschen nur durch die Ohnmacht der vielen Diener und Sklavenmenschen zu erreichen ist. Die "gut" erzogenen Dienermenschen best├Ątigen sich auch heute jeweils gegenseitig die "Normalit├Ąt" ihres braven Verhaltens, so dass der Diener- und Sklavenmensch in einer geradezu professionellem Wiese blind f├╝r die Konsequenzen des eigenen Handelns geworden ist.

Die Fr├╝chte der Herren-Sklaven-Kultur sind dem Menschen in den letzten 6000 Jahren immer wieder zu einem Fluch einer grassierenden biologischen Unzurechnungsf├Ąhigkeit geworden, die bis heute regelm├Ą├čig in schwerwiegende Krisenentwicklungen m├╝ndet. Selbst eine franz├Âsische Revolution ist im biologischen Sinne daran gescheitert, dass die Franzosen am Ende einen neuen militaristischen Kaiser mit einer ├╝berw├Ąltigenden Mehrheit von ├╝ber 90% gew├Ąhlt haben. Eine tiefer gehende Betrachtung der menschlichen Geschichte macht daher deutlich, dass der Mensch durch die Verwirklichung der Sklavenidee in ein absolutistisch sich konstituierendes Machtstreben geraten ist, das sich bis heute durch die hartn├Ąckige Umsetzung einer "liberal-parasit├Ąren" Diktatur gegen├╝ber allen greifbaren, Pflanzen, Tieren und Menschen verwirklicht. Vor allem der zur Unm├╝ndigkeit erzogene "Dienermensch" und "Sklavenmensch" sanktioniert und finanziert diese vom Menschen selbst erzeugte Sucht nach Macht ├╝ber Leben bis heute in einer ungebrochenen Weise. So ist der Ausgang aus der von Immanuel Kant angef├╝hrten selbst verschuldeten Unm├╝ndigkeit des Menschen vor allem durch eine tiefere Auseinandersetzung mit der menschlichen Selbstorganisation der letzten 6000 Jahre zu erreichen.


1. Die nat├╝rliche Selbstorganisation des Menschen

Eine nat├╝rliche Gemeinschaftsbildung setzt stets einen Konsens aller Mitglieder f├╝r die wesentlichen Grundstatuten und Zielsetzungen der Gemeinschaft voraus, so dass sich eine Schnittmenge von Ansichten bildet, die alle teilen. Damit eine Gemeinschaft eine ausreichende Stabilit├Ąt erreichen kann ist zudem eine schriftliche Verfassung f├╝r die Gemeinschaft notwendig, die von allen Mitgliedern durch eine stetige Auseinandersetzung lebendig bleibt.

Die moderne Arch├Ąologie und Ethnologie hat durch ihre Forschungen festgestellt, dass viele Formen einer nat├╝rlich gewachsenen Selbstorganisation des Menschen zu einer Verfassung tendieren, die wir als nat├╝rliche Demokratie bezeichnen k├Ânnen. Vor allem die fr├╝he germanische Kultur, die Induskultur ab 2500 v. Chr. und die modernen Naturv├Âlker der Buschm├Ąnner, der Pygm├Ąen und der Indianerst├Ąmme im Amazonasgebiet weisen die Verfassung einer nat├╝rlichen Demokratie auf. Auch die klassische griechische Demokratie ist noch einer nat├╝rlichen Demokratie zuzurechnen, obwohl es in Athen bereits zahlreiche Sklaven gab.

Die wesentliche Schnittmenge aller demokratischen Formen der menschlichen Selbstorganisation besteht vor allem in der aktiven und regen Anteilnahme aller B├╝rger an den politischen und wirtschaftlichen Gestaltungsprozessen der Gemeinschaft. Dies galt auch f├╝r die klassische demokratische Periode in Athen zwischen 530 bis 330 v. Chr. In Athen gab es weder eine absolutistische Verwaltung und auch keine Polizei oder ein stehendes Heer, da hier die B├╝rger selbst die entsprechenden Ehren├Ąmter ├╝bernahmen. Auch die reichen Athener waren dabei eingebunden, da ihnen vor allem die Aufgabe der Finanzierung und der milit├Ąrischen Organisation ├╝bertragen wurde. In Athen gab es keine Volksvertreter oder Fraktionen, da durch eine regelm├Ą├čige Volksversammlung eine direkte Demokratie verwirklicht wurde, in der jeder Anwesende das Recht hatte, seine Ansichten f├╝r eine bestimmte Entscheidungsfindung vorzutragen.

Moderne Kritiker f├╝hren zu Recht an, dass w├Ąhrend der klassischen Periode der Demokratie in Athen die Sklaverei eine selbstverst├Ąndliche Einrichtung war, so dass hier von keiner "reinen" Demokratie im biologischen Sinne gesprochen werden kann. In seiner Bl├╝tezeit umfasste der athenische Stadtstaat ca. 250.000 Menschen, wobei lediglich ca. 40.000 Menschen das volle B├╝rgerrecht besa├čen. Sowohl die ca. 70.000 bis 80.000 Sklaven, die Freien ohne B├╝rgerrechte und die Frauen waren von der demokratischen Entscheidungsfindung in Athen ausgenommen, wenn sie auch in vieler Hinsicht zu Nutznie├čern der demokratischen Entwicklung in Athen wurden. Daher gab es in der griechischen Demokratie eine ethische Achillesverse, die bis heute zu Verwerfungen in der menschlichen Selbstorganisation und auch in der Philosophie und der Ethik gef├╝hrt hat, da selbst die wissenschaftlichen Kapazit├Ąten Plato und Aristoteles die Sklaverei als nat├╝rlich ansahen.

Im Gegensatz zur griechischen Demokratie verwirklichten die fr├╝hen Germanen eine ganzheitliche demokratische Selbstorganisation, die sich jeweils durch Weiler-Gemeinschaften mit ca. 5 bis 50 Bauernh├Âfen organisierte. Die dabei stattfindende soziale Kooperation f├╝r einen gemeinschaftlichen Hausbau, f├╝r eine gemeinsame Feldwirtschaft, f├╝r eine gemeinsame Nutzung eines Webstuhls und f├╝r eine demokratische Thing-Versammlung zur Entscheidungsfindung, haben auf dem Weg der Symbiose zu einer nat├╝rlich gewachsenen Demokratie in der germanischen Selbstorganisation gef├╝hrt. Die g├Ąngige r├Âmische Bewertung der fr├╝hen germanischen Kultur als einer Kultur von primitiven Menschen ├╝bersieht bis heute, dass bereits f├╝r den Zeitraum um 1000 vor Christus ein germanischer Holzhausbau belegt ist, bei dem bereits alle Zapftechniken angewandt wurden, die auch im modernen Holzhausbau noch Verwendung finden. Auch die Schmiedekunst war bei den Germanen fr├╝hzeitig zu einer eindrucksvollen Bl├╝te gekommen. Anders als in den Kulturen des Orients fand man jedoch bei den germanischen Ausgrabungen bis 300 v. Chr. ├╝berwiegend Zierwaffen in der Gr├Ąbern, die keine Gebrauchsspuren aufwiesen. So war der Krieg und damit die R├╝stungsindustrie der Stadtstaaten im Morgenland ab 3000 v. Chr. f├╝r den fr├╝hen Germanen keine Norm. F├╝r das einfache und beschauliche demokratische Leben der fr├╝hen Germanen gab es daher auch keinen Anlass, pomp├Âse Tempel oder Regierungsgeb├Ąude zu errichten, so dass die Abwertung der fr├╝hen Germanen, die sich bis heute in den K├Âpfen der modernen Menschen erhalten hat, neu zu ├╝berdenken ist.

In der Induskultur kam man bereits 2500 vor Christus dahin, erste demokratische F├Ącherst├Ądte mit einer geregelten Wasser- und Abwasserkanalisation zu organisieren. Dabei hatten alle H├Ąuser in etwa die gleiche Gr├Â├če und wurden mit einer Toilette und einem eigenen Anschluss an eine Kanalisation ausgestattet. Die Funde von mannigfachem Kinderspielzeug, die Abwesenheit gro├čer Regierungsgeb├Ąude und Tempel und die rekonstruierten, weitreichenden Handelsverbindungen der Indus Kultur erm├Âglichten der arch├Ąologischen Forschung das Nachvollziehen eines weiteren spezifischen Kulturbildes einer nat├╝rlich gewachsenen Demokratie.

Wenn wir uns die Selbstorganisation der fr├╝hen Kulturen vor Augen f├╝hren wird deutlich, dass die Anwendung von technischen und ideologischen Hilfsmitteln jeweils auf eine individuelle Weise erfolgt ist. Wir finden in der Entwicklung der menschlichen Kultur bereits sehr fr├╝hzeitig die Nutzung von Wasserr├Ądern f├╝r M├╝hlen und die Verwendung anderer technischer und ideologischer Hilfsmittel , so dass wir eine Unterscheidung f├╝r eine konstruktive oder destruktive Technik vor allem dar├╝ber vornehmen k├Ânnen, ob eine Technik die nat├╝rliche Souver├Ąnit├Ąt des Einzelnen und der Gemeinschaft bef├Ârdert oder ob der Einsatz von Technik wie dies bei einer Herren-Sklaven-Kultur stets der Fall war einer Machtkonzentration von wenigen "Herrenmenschen" zugute kam, wie z.B. durch den Bau von Tempeln und Regierungsgeb├Ąuden und der Begr├╝ndung einer R├╝stungsindustrie. Eine destruktiv sich auswirkende Technik, die vor allem zum Zweck der absolutistischen Machtkonzentration eingesetzt wird ist daher auch nicht als eine nat├╝rliche Technik sondern als eine ├╝bernat├╝rliche und widernat├╝rliche Technik zu verstehen, die mehr destruktive als konstruktive Fr├╝chte zeitigt.

Wie fundamental eine Technik die nat├╝rliche Souver├Ąnit├Ąt des Menschen untergraben kann wird vor allem durch die moderne Nutzung des Erd├Âls deutlich. Bereits eine Unterbrechung der ├ľlversorgung f├╝r nur 10 Tage w├╝rde den gesamten heutigen Versorgungskreislauf des Menschen zum Erliegen bringen, da der Mensch aus ├ľl zahlreiche plastische Stoffe, Treibstoffe und auch D├╝ngemittel herstellt. Dass es f├╝r die Energieausbeute von ├ľl keinen Ersatz gibt, wird dem Betrachter der Thematik erst dann hinreichend klar, wenn er sich vorstellt, dass er sein Auto 9 Kilometer lang schieben m├╝sste, um die Energieausbeute von nur einem Liter Benzin zu erreichen. So h├Ąngt jeder - ob er sich dessen nun bewusst ist oder nicht - an der Nadel der modernen Erd├Âlaufbereitung und nimmt dar├╝ber eine deutlich beeintr├Ąchtigte Souver├Ąnit├Ąt in Kauf, aus der letztlich auch ein realistisches Ohnmachtsgef├╝hl des modernen Menschen resultiert.

Eine Entspannung von der modernen Erd├Âlabh├Ąngigkeit ist vor allem durch eine dezentralisierte und souver├Ąne Organisation der einzelnen heutigen Landkreise denkbar, da hier weder weite Transportwege noch ├╝bertriebene Lebensmittel-Verpackungen notwendig werden. Auch kann der moderne Mensch auf ein gesammeltes Wissen ├╝ber eine alternative Landwirtschaft zur├╝ckgreifen, so dass er durch die Organisation eines biologischen Kleinbauerntums auf k├╝nstliche D├╝ngemittel aus Erd├Âl verzichten kann. Mit gewissen Einschr├Ąnkungen und freiwilligen Verzichtsleistungen w├Ąre daher heute eine demokratische Organisation eines Landkreises in relativ kurzer Zeit in der Lage eine souver├Ąne Hauswirtschaft in die Umsetzung zu bringen. Dies r├╝hrt vor allem daher, dass in einer dezentralisierten souver├Ąnen Gemeinschaft das soziale Gewicht der Volksmeinung gen├╝gend Einfluss besitzt, um destruktive Entwicklungen innerhalb der Gemeinschaft zu verhindern und konstruktive Entwicklungen zu f├Ârdern.

F├╝r eine konkrete souver├Ąne Kreisorganisation steht vor allem die Frage nach der biologischen Nahrungsmittelversorgung im Vordergrund. Da eine biologische Gemeinschaft nach einem Reinheitsgebot f├╝r alle ihre Nahrungsmittel strebt, kann ein daf├╝r einberufener Ausschuss von B├╝rgervertretern eine entsprechende Lebensmittelorganisation relativ z├╝gig in eine Umsetzung bringen. Eine konkrete F├Ârderung der Kleinbauern und Kleing├Ąrtner in der unmittelbaren Umgebung durch regelm├Ą├čige Markttage, die auf einem kostenlosen und ├╝berdachten Marktgel├Ąnde stattfinden k├Ânnen, bietet eine erste einfache M├Âglichkeit die Selbstversorgung eines Landkreises mit gesunden Nahrungsmitteln zu organisieren. Durch eine wissenschaftliche Spezialisierung wei├č der Mensch heute genau, welche Pflanzen welche N├Ąhrstoffe ben├Âtigen. F├╝r eine biologische Gemeinschaftsorganisation gibt es daher heute viele M├Âglichkeiten eine einfache Gartenwirtschaft, eine gemeinsame Gartenbewirtschaftung durch einen Verein, ein Kleinbauerntum und eine gro├čfl├Ąchige gemeinschaftliche Ackerbewirtschaftung z.B. f├╝r Kartoffeln zu kombinieren, um die jeweils g├╝nstigste L├Âsung einer souver├Ąnen Selbstversorgung zu erreichen. Durch eine Vernetzung von Ackerwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenwirtschaft ist eine Gemeinschaft zudem in der Lage, eine biologische Energiegewinnung f├╝r den Einsatz einer konstruktiven Technik zu organisieren.

Da sich die Massentierhaltung f├╝r den modernen Menschen zu einem zunehmenden Problem entwickelt hat, sollte sich der Einzelne f├╝r die Frage seines eigenen Fleischgenusses vor Augen halten, dass die moderne Massentierhaltung unter anderen unsagbaren Haltungsmethoden auch H├╝hner durch Kraftfutter, Antibiotika und Hormone derart "├╝bernat├╝rlich" erzieht, dass ein au├čergew├Âhnlicher Zuwachs an Fleisch die Folge ist. Gleichzeitig bleibt dabei das Skelett der Tiere unterentwickelt, so dass das Skelett die Fleischmasse nicht in einem biologisch ad├Ąquaten Sinne tragen kann. Eine derart "effektive" Massen-Vergewaltigung von Leben beinhaltet f├╝r Gefl├╝gel in der Regel auch, dass sie ├╝ber ihre kurze Lebensperiode von ca. 30 Tagen st├Ąndig auf ihrem eigenen Kot leben m├╝ssen. Dar├╝ber wird notwendig der moderne Massenkonsum von Fleisch nicht nur f├╝r die Tiere zu einer ungl├╝cklichen Angelegenheit, da der moderne "Verbraucher" die Geschichte der Nahrung auf seinem Teller vollst├Ąndig ignorieren muss, damit ihm nicht der Appetit vergeht.

Eine L├Âsung der Fleischfrage l├Ąsst sich f├╝r eine biologische Gemeinschaft vor allem durch die freiwillige Beschr├Ąnkung Aller auf einen Sonntagsbraten erreichen. Ein derart eingeschr├Ąnkter Fleischgenuss kann in jeder Gemeinschaft durch eine biologische Kleintierhaltung organisiert werden, so dass sicher gestellt werden kann, dass die Tiere ein naturnahes, gl├╝ckliches Leben f├╝hren und sich keine fragw├╝rdigen R├╝ckst├Ąnde im Fleisch befinden. Ein solcherart unbedenklich werdender Sonntagsbraten erm├Âglicht einer Gemeinschaft nicht nur einen ungetr├╝bten Fleischgenuss, sondern auch einen festen Ritus f├╝r einen allgemeinen Familien-Feiertag. Ein zus├Ątzlicher Lohn f├╝r eine solche L├Âsung der Fleischfrage besteht in dem berechtigten Stolz, sich auch ohne eine unw├╝rdige Versklavung von Leben nachhaltig organisieren zu k├Ânnen.

Auch f├╝r die Produktion von Hilfsprodukten f├╝r den Haushalt ist eine souver├Ąne Organisation innerhalb eines Landkreises von gro├čem Vorteil. Der Zustand der Meere macht heute deutlich, dass der Mensch gut damit beraten ist, so weit wie nur irgend m├Âglich auf Kunstprodukte zu verzichten, die von der Natur nicht ohne Weiteres abgebaut werden k├Ânnen. So ist die Zielsetzung einer biologischen Gemeinschaft, K├╝chenhilfsartikel und andere Haushaltswaren des t├Ąglichen Gebrauchs in der unmittelbaren Umgebung und vorzugsweise aus Holz herzustellen insofern nachhaltig, als damit sowohl das ├Ârtliche Handwerk als auch eine gemeinschaftliche Souver├Ąnit├Ąt gef├Ârdert werden kann. Ziel einer biologischen Gemeinschaft muss - wie das nat├╝rliche Ziel eines jeden Lebewesens - die Selbst├Ąndigkeit sein, da sich auf der Selbst├Ąndigkeit ein nat├╝rliches Selbstbewusstsein und ein nat├╝rlicher Stolz auf die eigene Existenz aufbauen kann. Indem sich Kooperativen f├╝r verschiedene Bereiche des Handwerks und andere biologische Unternehmungen innerhalb eines Landkreises ausbilden, kann eine moderne Gemeinschaftsorganisation auch dahin gelangen, die selbst produzierten Lebensmittel innerhalb einer ebenfalls selbst hergestellten biologisch abbaubaren Kunststoffh├╝lle zu verpacken. Eine Gemeinschaft kann sich auf diese Weise nach und nach eine souver├Ąne Grundversorgung erarbeiten, die sowohl f├╝r die gegenw├Ąrtige als auch f├╝r die zuk├╝nftigen Generationen eine tragende und damit auch beruhigende biologische Lebensbasis erzeugen kann.

Hat ein Landkreis eine grundlegende hauswirtschaftliche Selbstversorgung erreicht, so stehen ihm zus├Ątzliche M├Âglichkeiten f├╝r die Stabilisierung der Gemeinschaftsorganisation zur Verf├╝gung. Eine bewusste Trennung einer souver├Ąnen Hauswirtschaft von einer erg├Ąnzenden Luxuswirtschaft er├Âffnet der Gemeinschaft die M├Âglichkeit, die offizielle Wirtschaftsw├Ąhrung mit einer eigenen ├Ârtlichen Tauschw├Ąhrung zu erg├Ąnzen. Mit der Einrichtung einer ├Ârtlichen W├Ąhrung f├╝r die Hauswirtschaft kann auch eine weltweite Kulturkrise eine Gemeinschaft nicht mehr ersch├╝ttern, da in jedem Fall die Grundversorgung durch die eigene Hauswirtschafts-W├Ąhrung aufrecht erhalten werden kann. Bereits heute gibt es f├╝r den Einsatz von komplement├Ąren W├Ąhrungen viele Beispiele, wobei vor allem der sogenannte Chiemgautaler einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat.

Eine der am meisten fragw├╝rdigen Konstitutionen der modernen Herren-Sklaven-Kultur ist die Umsetzung einer privatisierten Dollar-Weltleitw├Ąhrung seit 1914, da hierdurch eine kapitalistische Schuldreligion entstanden ist, die bis heute ein unsichtbares Gef├Ąngnis f├╝r den modernen Menschen erzeugt. Geld ist vor allem ein virtuelles Hilfsprodukt f├╝r einen neutralen Tauschhandel, so dass ein Bauer, der ├äpfel besitzt und einen Hammer ben├Âtigt, nicht erst lange nach einem Werkzeugmacher suchen muss, der gerade ├äpfel ben├Âtigt, sondern seine ├äpfel an Jedermann verkaufen kann, um mit dem eingenommenen Geld zum Werkzeugmacher zu gehen. Geld stellt daher ein neutrales Tauschmittel f├╝r den Handel dar, das wegen seiner abstrakten Natur kein Ablaufdatum besitzt, so dass der Mensch damit sofort etwas eintauschen oder aber das Geld f├╝r Tauschoptionen in der Zukunft ansparen kann.

Aus einem urw├╝chsigen gemeinschaftlichen Tauschinstrument l├Ąsst sich kein nat├╝rlicher Grund daf├╝r ableiten, weshalb eine Geldw├Ąhrung nicht Gemeinschaftsbesitz sondern Privatbesitz sein sollte. Es gibt daher auch keine nat├╝rliche Rechtfertigung f├╝r einen Kapitalismus, sich als eine private Schuldreligion zu konstituieren, die Privatbanken, bzw. deren Eigent├╝mer notwendig zu unbestellten Finanzpriestern und Finanzg├Âttern in der Kultur k├╝ren. Kredit wird traditionell dar├╝ber konstituiert, dass ein Mensch seine angesammelten Sachwerte als Sicherheit einsetzt, um dar├╝ber einen Kredit (lat. Glaube - im Sinne von Vertrauen-) zu erhalten. Da die Banken ihrerseits einen Kredit nur mit virtuellen Geld besichern, erweist sich das Gesch├Ąft" f├╝r den Kreditnehmer als von eher einseitigem Risiko. Eine Privatbank kann immer neues virtuelles Geld aus dem Nichts erschaffen und wird daher auch ohne eine konkrete biologische Leistung immer reicher, da in dem Fall, dass ein Kreditnehmer seinen Kredit nicht zur├╝ckzahlen kann, das konkrete Sicherheitspfand des Kreditnehmers in den Besitz der Bank ├╝bergeht. Durch eine entsprechende Schuldenschraube sind die Banken daher bis heute dahin gekommen, einen gro├čen Teil der Welt zu besitzen, ohne daf├╝r eine konkrete biologische Leistung erbracht zu haben. Eine derartige ├╝bernat├╝rliche Pfr├╝ndschaft in privaten H├Ąnden ist daher als ├Ąu├čerst gef├Ąhrlich zu erachten, da sie eine destruktive absolutistische Macht ├╝ber das gesamte Leben der Erde zu generieren imstande ist.

Biologisch souver├Ąne Gemeinschaften, die ihre Hauswirtschaft durch eine komplement├Ąre Gemeinschaftsw├Ąhrung organisieren, reduzieren f├╝r sich selbst die Brisanz des modernen Finanzsystems, da keine fundamentale Abh├Ąngigkeit von einer Weltw├Ąhrung, von Rohstoffb├Ârsen oder von einer insgesamt fragw├╝rdig gewordenen "liberalen" Weltwirtschaft existiert.

Da eine demokratische Kreisorganisation nicht ohne eine gewisse b├╝rokratische Verwaltung und Organisation auskommt, stellt sich die Frage nach einer Finanzierung f├╝r diese Verwaltung. Ein tieferer Blick in die Geschichte macht deutlich, dass die Einkommenssteuer, wie sie dem B├╝rger heute normal erscheint, erstmals 1914 in Amerika ├╝ber den fragw├╝rdigen Umweg eines Verfassungszusatzes durchgesetzt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt stand weder eine Einkommens- noch eine Kopfsteuer ernsthaft zur Diskussion, da das Recht des Menschen auf eine nat├╝rliche Souver├Ąnit├Ąt bis dato in einem hohen Ansehen stand. Eine ├Ąhnliche Fragw├╝rdigkeit ergibt sich auch f├╝r die sogenannte Grundsteuer, durch welche sich der heutige Obrigkeitsstaat in der Art eines Feudalstaates ein virtuelles Verf├╝gungsrecht ├╝ber allen Grund und Boden seines Hoheitsgebietes vorbeh├Ąlt.

Biologisch zu rechtfertigende Steuern beschr├Ąnken sich vor allem auf das Gewerbe und den Verbrauch, so dass Steuern auf Betriebsgewinne, auf Rohstoffe, auf Produkte und auch eine Mehrwertsteuer noch als akzeptabel erachtet werden k├Ânnen. Auch in den heutigen Naturv├Âlkern wird in der Regel ein Teil der "privaten" Jagdbeute an die Gemeinschaft zugunsten einer nat├╝rlichen Gemeinschaftsversicherung abgegeben. Orientiert sich eine biologische Gemeinschaftsorganisation an nat├╝rlichen Vorgaben f├╝r eine Steuererhebung und besteuert sie zudem die eigene Hauswirtschaft niedrig, um die Produkte einer Luxuswirtschaft umso h├Âher zu besteuern, entsteht ein Steuerwesen, dass jedes Gemeinschaftsmitglied nachvollziehen und akzeptieren kann. Eine solche Akzeptanz ist insofern sehr wichtig, als in einer biologischen Gemeinschaft eine Steuer nur auf der Basis der Freiwilligkeit und einer gegenseitigen sozialen Kontrolle innerhalb der Gemeinschaft erfolgen kann. Der Vorteil eines derartigen biologischen Regulierung des gemeinschaftlichen Steueraufkommens besteht mitunter darin, dass die Kosten der Steuer-Verwaltung auf ein Minimum reduziert werden k├Ânnen.

Die biologische Gemeinschaftsverwaltung hat vor allem die Aufgabe, innerhalb der Gemeinschaft f├╝r einen nat├╝rlichen Ausgleich von Sicherheit und Freiheit zu sorgen. Mit der Ver├Ąnderung des wissenschaftlichen Paradigmas durch die Relativit├Ątstheorie und die Quantenphysik wurde auch in den biologischen Wissenschaften immer deutlicher, dass jedes Lebewesen in einer fundamentalen Weise sowohl nach Sicherheit als auch nach Freiheit im Sinne eines nat├╝rlichen Gleichgewichts strebt. Daher ist auch das Streben nach Freiheit als ein universales Grundrecht f├╝r alles Leben zu erachten, gegen das der Mensch nicht einfach willk├╝rlich versto├čen kann, ohne dass er entsprechende destruktive Konsequenzen f├╝r die eigene Selbstorganisation und die Organisation der Natur erzeugt. Indem eine Gemeinschaft die Grundbed├╝rfnisse des Lebens respektiert, kommt wie wie von selbst dahin, auf ein absolutistisches Gewaltmonopol f├╝r ihre Gemeinschaftsverwaltung zu verzichten.

Innerhalb einer biologischen Gemeinschaft bedeutet ein Handeln im Namen des Volkes stets auch das Handeln im nat├╝rlichen Interesse des Individuums. Eine biologisch sich orientierender Mensch hat kein Interesse daran, einen Mitmenschen in ein Gef├Ąngnis zu sperren. Daher ben├Âtigt der Verwaltungsbeamte einer nat├╝rlichen Gemeinschaft ein gewisses Fingerspitzengef├╝hl, welche L├Âsung in welchem Fall f├╝r die Aufrechterhaltung einer biologischen Gemeinschaftsordnung im Rahmen der Gemeinschaftsverfassung sinnvoll ist. Denn nat├╝rlich kann eine biologische Gemeinschaft einen Dieb nicht einfach laufen lassen, will sie nicht Diebstahldelikte bzw. soziale Verhaltensentgleisungen in der Gemeinschaft f├Ârdern. Eine gewisse offizielle Besch├Ąmung f├╝r den "gestrauchelten" Menschen zu inszenieren ist daher als das Minimum f├╝r eine Aufrechterhaltung der ├Âffentlichen Ordnung zu erachten. Wiederum hat hier eine souver├Ąne Kreisorganisation den inwendigen Vorteil, das wirksame Mittel der ├Âffentlichen Besch├Ąmung einsetzen zu k├Ânnen, das auf Misset├Ąter eine weit st├Ąrkere und nachhaltigere Wirkung aus├╝bt, als eine unpers├Ânliche Geld- oder Haftstrafe innerhalb einer entfremdeten Gro├čstadtgemeinschaft.

F├╝r das Verst├Ąndnis des Rechtswesens innerhalb einer biologischen Gemeinschaft ist vor allem das Hintergrundwissen ├╝ber die Rechtsgeschichte der Herren-Sklaven-Kultur hilfreich. Nach einer anf├Ąnglichen Integration des rechtlosen Sklaven innerhalb der morgenl├Ąndischen Stadtstaaten ab 4000 v. Chr. wurde die Sklaverei erstmals im r├Âmischen Reich in ein konkretes und ausf├╝hrliches Rechtssystem integriert. Da den R├Âmern durchaus bewusst war, dass die Sklaverei widernat├╝rlich ist, erfanden die R├Âmer eine neue Rechtsgrundlage mit der Faustregel "positives Recht vor nat├╝rlichem Recht". Durch eine st├Ąrkere Gewichtung einer willk├╝rlichen Rechtsprechung und einer schw├Ącheren Gewichtung der nat├╝rlichen Menschenrechte, konnte der r├Âmische Staat das nat├╝rliche Menschenrecht fortan durch "├╝bernat├╝rliche" Rechtsbeschl├╝sse schlicht ├╝bergehen. Dar├╝ber stieg der Sklavenanteil in der r├Âmischen Kultur auf ├╝ber 50%, da alle Sklaven durch das "positive" Rechtssystem problemlos in das r├Âmische Alltagsgeschehen integriert werden konnten. Bis heute ist die r├Âmische Rechtsgrundlage f├╝r die Rechtsprechung aktuell geblieben, so dass das allgemeine Menschenrecht auch in der modernen Kultur notwendig ein zahnloser Tiger geblieben ist. Eine biologisch-demokratische Gemeinschaft verkehrt daher die r├Âmische Rechtsgrundlage, um wieder die nat├╝rliche Rechtsgrundlage "nat├╝rliches Recht vor positivem Recht" einzusetzen. Erst dann muss sich ein Mitglied einer biologischen Demokratie um sein "gutes Recht" keine Sorgen mehr machen, da auch eine "positive" Regulierung wie das heutige Hartz IV Gesetz in vieler Hinsicht eine biologische Bereinigung und Entspannung erfahren w├╝rde.

Keine Gemeinschaft kommt heute in Bezug auf eine nat├╝rliche Wehrhaftigkeit gegen eine inzwischen existierende ├╝bernat├╝rliche ABC Waffentechnik an. So zwingt die gegebene Situation dem modernen Menschen einen grunds├Ątzlichen Fatalismus in der Verteidigungsfrage auf. F├╝r eine biologisch sich organisierende Gemeinschaft bedeutet ein solcher notwendiger Fatalismus den bewussten Verzicht auf ├╝bernat├╝rliche Verteidigungsma├čnahmen und eine insgesamt konsequente Orientierung an den biologischen Modalit├Ąten einer nat├╝rlichen Verteidigung. Hierzu gibt uns vor allem die "Germanica" von Tacitus (ca. 100 n. Chr.) f├╝r die milit├Ąrischen Gepflogenheiten der fr├╝hen Germanen einen moralischen Anhalt, da durch die Germanica deutlich geworden ist, dass ein fr├╝her Germane f├╝r nichts und niemanden im Stechschritt marschiert w├Ąre. F├╝r den fr├╝hen Germanen war die Teilnahme an einem Kampf stets eine pers├Ânliche Entscheidung, die unter der Ber├╝cksichtigung der sozialen Beziehungen zur eigenen Familie, zur Sippe und zu den eigenen Kameraden getroffen wurde. Da die Germanen gemeinhin f├╝r ihre Tapferkeit und Tatkraft gef├╝rchtet waren, hatte diese Entscheidungsfindung nichts mit Angst zu tun, sondern vielmehr mit dem Bewusstsein, dass jeder Krieg eine schwerwiegende Entscheidung bedeutet, weil dabei auch die eigene Familie und Gemeinschaft auf dem Spiel steht.

F├╝r eine moderne biologische Gemeinschaft kann daher f├╝r den Fall einer kriegerischen Gefahr im Verzug nur die gegenseitige soziale Kontrolle innerhalb der Gemeinschaft ma├čgeblich f├╝r die pers├Ânliche Entscheidung des Einzelnen zur Teilnahme an einem Kampfgeschehen sein. Eine grunds├Ątzliche Verteidigungsf├Ąhigkeit des Einzelnen kann dabei durch eine b├╝rgerliche Kooperative auf der moralischen Grundlage der pers├Ânlichen Ehre und der nat├╝rlichen Souver├Ąnit├Ąt sicher gestellt werden.

Die angef├╝hrten Aufgabenbereiche der nat├╝rlichen Selbstorganisation bieten wichtige ideologische Anhaltspunkte f├╝r alle weiteren notwendig werdenden Gemeinschafts-Regulierungen. Solange die Mitglieder einer Gemeinschaft aktiv daf├╝r sorgen, dass die polaren Lebens-Grundbed├╝rfnisse von Sicherheit und Freiheit von allen Mitgliedern der Gemeinschaft respektiert werden und die pers├Ânliche Lebenskunst als ein nat├╝rliches Streben nach einem Gleichgewicht von Sicherheit und Freiheit verstanden wird, entsteht auch eine nachhaltige konstruktive Stabilit├Ąt innerhalb der Gemeinschaft, die allen Generationen innerhalb der Gemeinschaft zum Vorteil gereicht. F├╝r jede konkrete Organisationsaufgabe, die sich dabei in dem Prozess der nat├╝rlichen Selbstorganisation stellt, gilt die grunds├Ątzliche Regel, dass Problemstellungen immer erst dann hinreichend gemeistert werden k├Ânnen, wenn sie in ihrer "bio-logischen" Konsistenz in einer ausreichenden Weise verstanden worden sind.

 

2. Pers├Ânliche Fortschritte auf dem Weg in eine gesunde Selbstorganisation

Viele Gemeinschaftsversuche in den letzten 70 Jahren sind nicht an einer ausreichenden Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln, sondern an den ideologischen und emotionalen Altlasten einer "normalen" Kindheit innerhalb der modernen Herren-Sklaven-Kultur und den daraus resultierenden Beziehungsschwierigkeiten gescheitert. Damit der moderne Mensch zu gesunden demokratischen Beziehungen gelangen kann, ist vor allem eine konkrete Pr├╝fung und Bereinigung der eigenen in der Kindheit ausgebildeten Strategien f├╝r die Bew├Ąltigung der Herren-Sklaven-Kultur notwendig. Mitunter resultieren aus diesen Strategien "selbstverst├Ąndliche" absolutistische Gewohnheiten, Vorstellungen und Zielsetzungen, die zu einem Hindernis f├╝r eine sozial-biologische Beziehungsgestaltung werden.

Ein wesentlicher Lernschritt f├╝r den modernen Menschen besteht daher darin, zu unterscheiden, ob ein menschliches Verhalten oder ein Sachverhalt als nat├╝rlich, relativ und gesund oder aber als ├╝bernat├╝rlich, absolutistisch und ungesund zu werten ist. Eine solche F├Ąhigkeit zur Unterscheidung setzt voraus, dass der Einzelne sein "normales" Denken und seine "normalen" kulturellen Ansichten auf ihren konstruktiven Gehalt hin ├╝berpr├╝ft und sich dabei an der Regel ausrichtet: "an ihren Fr├╝chten sollst du sie erkennen" Die zentrale Erkenntnis, dass die Sklaverei f├╝r eine zur besonderen Freiheit begabten menschlichen Natur grunds├Ątzlich unertr├Ąglich ist, jedoch der Sklave in der Geschichte des Menschen stets in einer hartn├Ąckigen Weise an der Herren-Sklaven-Kultur festgehalten hat, macht deutlich, dass hier eine besondere H├╝rde f├╝r eine Erl├Âsung des Menschen aus der Herren-Sklaven-Kultur existiert. Ohne einen festen Entschluss zu einer bio-logischen Selbstreinigung vermag der Mensch diese H├╝rde nicht erfolgreich zu nehmen.

Hat der Mensch in seiner fr├╝hen religi├Âsen Entwicklung die besonderen Begabungen der Tiere und Pflanzen verehrt, um dar├╝ber auch in einer grunds├Ątzlichen Weise das Leben zu respektieren und zu verehren, so ist durch die Ausbildung einer Herren-Sklaven-Kultur der Glaube an einen absolutistischen Gott entstanden, der vom Menschen eine absolute Demut, einen absoluten Gehorsam und die Aufgabe der nat├╝rlichen Souver├Ąnit├Ąt verlangt. Die Folge dieser religi├Âsen Lehren war eine absolutistische Aufwertung des Himmelreichs und eine absolutistische Abwertung der irdischen Reichs mit allen seinen Konsequenzen bis heute f├╝r ein respektloses und gleichg├╝ltiges "Verbraucherleben" des Menschen. Nicht nur der Glaube, sondern auch das Verhalten von Menschen kann sich diametral unterscheiden, da der menschliche Glaube stets zum Vater aller menschlichen Gedanken, Emotionen und Handlungen wird. Diese im Grunde profane Feststellung macht deutlich, dass ein falscher Glaube verheerende Konsequenzen zeitigen kann, so dass der Mensch gut darin beraten ist, immer wieder zu ├╝berpr├╝fen, wem oder was er seinen Glauben schenkt.

Innerhalb der Herren-Sklaven-Kultur entwickelt der sklavisch erzogene "selbstlose" Mensch in der Regel eine normale ├ťberzeugung f├╝r seine eigene Machtlosigkeit gegen├╝ber einem "Schicksal", das auch f├╝r den Status eines Herrenmenschen, Dienermenschen oder Sklavenmenschen "gottgewollt" ist. Um dennoch eine lebensnotwendige Hoffnung auf eine Erl├Âsung von einem grunds├Ątzlich unertr├Ąglichen Sklavenschicksal aufrecht zu erhalten, hat die j├╝disch-christliche Religionstradition den Glauben an einen "Erl├Âser" in ihre Religion integriert. So konnte der Gl├Ąubige mit einem "Sklavenschicksal" best├Ąndig darauf hoffen, irgendwann von einem Erl├Âser befreit zu werden. So wurde der Sklave politisch passiv und religi├Âs aktiv, um sich die Akzeptanz seines "Sklavenschicksals" insgesamt zu erleichtern. Das ├╝bernat├╝rlich "liberale" Glaubenskonstrukt des Sklaven weist dabei die innere Tragik auf, dass sie eine biologische Erl├Âsung vom "Sklavenschicksal" auch dann noch zu verhindern vermag, wenn eine solche unmittelbar greifbar ist. Da der religi├Âse Sklave mit einer grunds├Ątzlich selbstlosen und passiven inneren Haltung auf einen absoluten Erl├Âser von Au├čen wartet, wehrt er sich mitunter derart gegen eine biologische Erl├Âsung auf dem Weg einer inneren Emanzipation, dass er die absolutistische Herrschaft von Herrenmenschen weiterhin vorzieht. Mitunter endet daher ein biologischer Erl├Âser symbolisch oder aber real am Kreuz.

Wie hartn├Ąckig der Diener- und Sklavenmensch an einem absolutistischen Welt und Gottesbild festhalten kann wurde nicht nur durch die Hexenverbrennungen im Mittelalter deutlich sondern wird auch heute durch die Tatsache betont, dass der Mensch auch nach 100 Jahren der anerkannten Relativit├Ątstheorie nicht bereit ist, sein Weltbild zu ├Ąndern. So strebt der moderne Dienermensch und Sklavenmensch nach wie vor nach einer "absoluten" Sicherheit und einer absoluten Freiheit und bleibt weiterhin ein absolutistischer Perfektionist. Dar├╝ber tr├Ągt auch er einen wesentlichen Teil zu einer langsamen Vergiftung der menschlichen Natur und der Natur der Erde bei.

Auch der Umgang des Menschen mit seiner Sexualit├Ąt bedarf einer wichtigen Korrektur des menschlichen Denkens und Handelns. Die Gefahren, die hier f├╝r eine Verhaltensverirrung des Menschen lauern, sind vor allem durch das wissenschaftlich festgestellte Krankheitsbild der Nymphomanie deutlich geworden. Die krankhafte Sucht nach Sex entsteht innerhalb der Nymphomanie vor allem dar├╝ber, dass die nat├╝rliche Schamhemmung im betroffenen Menschen nicht mehr greift. Schamlosigkeit ist daher f├╝r den Menschen eine grundlegende Gefahr, die nicht nur f├╝r die Entstehung einer weiblichen Nymphomanie und einer m├Ąnnlichen Sexsucht, sondern auch f├╝r die Ausbildung anderer Suchtgewohnheiten und perverser Neigungen eine ausschlaggebende Rolle spielen kann. Ob ein "Herrenmensch" die nat├╝rliche Scham seiner Sexsklavin f├╝r obsolet erkl├Ąrt, um sich seiner Sklavin jederzeit sexuell bedienen zu k├Ânnen, ob eine Frau eine grunds├Ątzlich schamlose Prostitution betreibt oder ob die Wirtschaft "liberale" sexuelle Signale f├╝r die Steigerung der Absatzwirtschaft einsetzt - stets entstehen durch direkte und schamlose sexuelle "Botschaften" "durchschlagende" Wirkungen f├╝r alle Beteiligten.

Wenn wir uns die menschliche Natur in einer unbedarften Weise vor Augen f├╝hren, dann finden wir die wichtige Aufgabe innerhalb dieser Natur, eine 18 j├Ąhrige Reifezeit der Kinder durch eine ganzheitliche k├Ârperliche, emotionale und geistige Erziehung zu organisieren. Anders als bei den Tieren macht der intensive Reifeprozess des Kindes f├╝r den Menschen eine besondere Familienorganisation notwendig, da sowohl die Mutter als auch der Vater f├╝r die emotionale und geistige Reifung der Kinder eine wichtige Rolle spielen. Damit eine Familie ihre innere und ├Ąu├čere Selbstorganisation ├╝ber einen Zeitraum von nicht immer leicht zu bew├Ąltigenden 18 Jahren Erziehungszeit erfolgreich meistern kann, hat die Natur des Menschen besondere Belohnungen f├╝r die nat├╝rliche Familienorganisation zur Ausbildung gebracht. Eine dieser Belohnungen finden wir in der sogenannten Erotik, die sich ├╝ber die nackte Haut organisiert und auf besondere Sinneszellen in der Haut zur├╝ckgreift, die nur auf Streicheleinheiten reagieren. Eine andere Belohnung stellt eine intensive sexuelle Erfahrung dar, die sich durch eine besonders durchsetzungsstarke Programmatik verwirklicht.

Wir finden in der Natur des Menschen insgesamt zwei durchschlagende Verhaltensprogramme vor, die eine nahezu absolutistische Verhaltensprogrammatik aufweisen, die Panik und die Sexualit├Ąt. Beide Sonder-Verhaltensprogramme sind davon gepr├Ągt, dass das normale Vernunftdenken des Menschen vor├╝bergehend aussetzt, um einem affektiven Handeln Platz zu machen. Bleibt ein Mensch daher aus welchen Gr├╝nden auch immer best├Ąndig sexualisiert, so f├╝hrt dies langfristig zur chronischen Abnahme seiner normalen Denkf├Ąhigkeit und damit auch zu einem schleichenden Verfall der menschlichen Vernunftkr├Ąfte. Die Folgen einer "liberalen" Sexualisierung k├Ânnen daher einschneidend sein und zeigen sich in der modernen Herren-Sklaven-Kultur mitunter durch eine Degeneration der Geschlechterbeziehung und eine daraus folgende niedrige Fortpflanzungsrate. Da die menschliche Sexualit├Ąt eine nahezu absolutistische Konsequenz aufweist, denkt der sexualisierte Mensch notwendig zu oft an "das Eine" und bleibt mitunter derart auf den sexuellen Akt fixiert, dass alle anderen Aspekte einer ganzheitlichen zwischenmenschlichen Beziehung unterbelichtet bleiben.

Wie die moderne Forschung festgestellt hat, unterscheidet sich das Denken von Mann und Frau durch besondere nat├╝rliche Vorlieben. Eine Frau ist von Natur aus auf eine soziale Familien-Innenpolitik ausgerichtet und verweilt daher bevorzugt in der Gegenwart um f├╝r die Aufrechterhaltung eines sozialen Familien- und Gemeinschaftsfriedens zu sorgen. Der Mann hingegen praktiziert gerne ein r├Ąumliches und zeitliches Denken, so dass der Mann die Vergangenheit und die Zukunft in sein Denken einbezieht, um durch eine ausf├╝hrliche Analyse bestimmter Lebens-Gestaltungsideen eine m├Âglichst praxistaugliche Umsetzung erreichen zu k├Ânnen. Eine Kultur, die den Mann best├Ąndig mit sexuellen Impulsbildern befeuert, um dar├╝ber notwendig das Denken des Mannes auf "das Eine" zu lenken und zu fixieren, reduziert daher auch das nat├╝rliche m├Ąnnliche Planungsdenken. Die damit einhergehende Konzentration der Menschen auf die jeweils aktuellen Symptomerscheinungen innerhalb der Kultur f├╝hren ├╝ber kurz oder lang zu einer brisanten Vernachl├Ąssigung der tieferen Ursachenforschung f├╝r alle jeweiligen kulturellen Problemstellungen und f├╝hren das menschliche Bewusstsein in eine "normale" Oberfl├Ąchlichkeit.

Nach dem zweiten Weltkrieg ist vor allem durch die kulturelle Antireaktion einer 68er Bewegung eine Welle der sexuellen "Liberalisierung" entstanden, die bis heute f├╝r die Kultur zu einer Waffe f├╝r der effektivem medialem Manipulation des Menschen geworden ist und eine allgemeine Inflation der Moral durch eine fortschreitende Schamlosigkeit, Respektlosigkeit und Gleichg├╝ltigkeit eingeleitet hat. Dar├╝ber sind auch sexuelle Beziehungen entstanden die durch einen "ganz normalen" gegenseitigen Missbrauch der Geschlechter f├╝r eine sado-masochistische Lustgewinnung gepr├Ągt sind, da hier vor allem die Lust an der Macht ├╝ber das andere Geschlecht im Vordergrund steht. Der moderne "Slang" eines "fuck you" macht dabei deutlich, dass die dazu geh├Ârige Sprache nicht wie die nat├╝rliche Sexualit├Ąt auf eine Sch├Âpfung von neuem Leben abzielt, sondern durch eine Lust am Krieg und an der Macht bestimmt ist, die auch eine destruktive Beziehung in Kauf nimmt.

Wie wir heute wissen, vermag alleine die Abbildung einer nackten Frau im Gehirn des Mannes einen deutlichen Reaktionsimpuls von elektrischer Art auszul├Âsen. Diese im Grunde "banale" Feststellung muss bei n├Ąherer Betrachtung bedenklich stimmen, da seit der 68er Revolution eine "ganz normale" sexuelle Dauermanipulation des Mannes durch eine kulturelle Medienwelt stattgefunden hat, die von der sich "emanzipierenden" Frau f├╝r die Durchsetzung einer sozialen Deutungshoheit in der Kultur genutzt wurde. Bereits die Griechen haben in Bezug auf einen durchschlagenden Einfluss einer "liberalen" Frau auf den Mann die warnenden Mythen der Sirene, der Medusa und der Hydra geschaffen. Vor allem im Mythos der Sirene kommt dabei die zeitlose Erfahrung des Menschen zum Ausdruck, dass eine "liberalisierte" sexuelle und sehns├╝chtige Lockung der Frau f├╝r einen Mann eine unwiderstehliche Wirkung zeitigen kann. Nicht ohne Grund hat sich Odysseus daher an einen Mast anbinden lassen, um dem Gesang der Sirenen lauschen zu k├Ânnen. Daher darf sich der Mann nicht leichtfertig selbst ├╝bersch├Ątzen, will er sich nicht dem Risiko aussetzen, zum Spielball einer "liberalen" weiblichen Manipulation bzw. eines "liberalen" weiblichen Machtstrebens zu werden.

Auch die Kinder befinden sich seit der "Liberalisierung" der Sexualit├Ąt und der "liberalen" Emanzipation der Frau durch die 68er Bewegung in einer gef├Ąhrdeten Gesamtsituation. Da ein Kind in den ersten Lebensjahren vollst├Ąndig von der Mutter abh├Ąngig ist, erw├Ąchst der jungen Mutter in der Mutter-Kind-Beziehung eine nahezu allm├Ąchtige Stellung. Diese m├╝tterliche Machtpotenz kann durch ein erweitertes "liberales" Machtstreben einer Mutter so weit gesteigert und gefestigt werden, dass der nat├╝rliche Reife- und Souver├Ąnit├Ątsprozess der Kinder verhindert bleibt und die Kinder "h├Ârig" im Sinne einer andauernden psychischen Abh├Ąngigkeit von der Mutter bleiben. Eine derartige psychische Abh├Ąngigkeit der Kinder f├Ârdert das sogenannte Krankheitsbild der Regression, das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Kind eine starke Sehnsucht nach einer R├╝ckkehr in die allharmonische Beziehung zur Mutter entwickelt, wie sie im Mutterleib und auch in den ersten Monaten nach der Geburt erfahren wurde. Die Entwicklung einer derartigen "Sehn-Sucht" nach einer harmonischen sozial-symbiotischen Beziehung mit der Mutter wird f├╝r eine "liberale" Mutter notwendig zu einer Quelle der zus├Ątzlichen Macht ├╝ber ihre Kinder.

Heute ist die Sehn-Sucht nach einer sozial-symbiotischen Beziehungswelt innerhalb der modernen Herren-Sklaven-Kultur eine "normale" Erscheinung, die nicht nur von der "liberalen" Frau f├╝r einen absolutistischen Machtstatus in der Familie genutzt wird, sondern auch vom Kapitalismus durch eine ganze Musikindustrie des sehns├╝chtigen Liedguts gef├Ârdert und ausgebeutet wird. Sehnsuchtsvolle Lieder werden dabei unter anderem in Superm├Ąrkten eingesetzt, damit Menschen mehr kaufen als sie tats├Ąchlich ben├Âtigen. So hat sich seit der 68er Revolution die "normale" Gewohnheit des Kulturmenschen entwickelt, zwischen einer Sexsucht und einer Sehnsucht hin und her zu pendeln und weitere erg├Ąnzende Suchtgewohnheiten vom Zucker bis zum Alkohol zu entwickeln. Dar├╝ber ist dem modernen Menschen ein "normales" kulturelles Gef├Ąngnis der Suchtgewohnheiten entstanden, aus dem der "Insasse" nur schwer wieder entkommt. Bereits dieser "Sachzwang" sorgt f├╝r eine relative Ohnmacht des Volkes, die f├╝r die Umsetzung einer absoluten Weltregierung von wenigen f├╝hrenden Herrenmenschen von gro├čer Bedeutung ist.

Die "liberale Sexualisierung der modernen Frau f├╝r eine "sch├Âne neue Konsumwelt" hat der modernen Frau seit der 68 er Revolution eine Verherrlichung und Verkl├Ąrung eingetragen, die bis heute f├╝r eine relative Immunisierung der Frau gegen jede Kritik gesorgt hat. So f├Ąllt es dem modernen Menschen schwer, eine ernsthafte Kritik an der Frau und an einem normal gewordenen "liberalen" weiblichen Verhalten zu formulieren. Diese allgemeine Haltungsschw├Ąche des modernen Menschen gilt selbst f├╝r die Tatsache, dass die modernen Frauen mit einem Konsumanteil von 70% die Priesterinnen einer bedenkenlosen kapitalistischen Konsumreligion geworden sind. Ein gro├čer Anteil der modernen Frauen nimmt f├╝r den modernen Konsum keine relevante R├╝cksicht auf irgendeine Moral und Ethik, insofern als es heute kein Geheimnis mehr ist, dass f├╝r den Billigkonsum von Mode und Sch├Ânheitsmitteln indische und afrikanische Frauen bis zu 90 Stunden in der Woche arbeiten, um dar├╝ber lediglich ein notd├╝rftiges Auskommen zu erreichen.

Durch die "fortschrittliche" Entwicklung einer Billigprodukt-Sklaverei erlischt notwendig auf Dauer das soziale Empfinden des Menschen und weicht einer immer mehr verh├Ąrtenden Schamlosigkeit, Respektlosigkeit und Gleichg├╝ltigkeit gegen├╝ber den sozialen Belangen der menschlichen Selbstorganisation. Notwendig ger├Ąt der Mensch dar├╝ber in die fortschrittliche Gefahr, oberfl├Ąchlich und biologisch unzurechnungsf├Ąhig zu werden, was zu der heute bereits absehbaren skurrilen Gefahr f├╝r den Menschen f├╝hrt, dass sich zu Tode am├╝siert und konsumiert. Korrigiert der moderne Mensch daher seine klischeehafte Immunisierung der Frau als dem "besseren" Geschlecht nicht in einer realistischen Weise, so kann sich der Mensch auch nicht von allen seinen gegenw├Ąrtigen Problemstellungen befreien. Lag das Lebensdurchschnittsalter der Geschlechter bis weit ins 20. Jahrhundert hinein noch gleich auf, so lebt die Frau heute durchschnittlich 5 Jahre l├Ąnger als der Mann. Die Gr├╝nde sind vor allem in der ├ťbermacht der Frau innerhalb der Familie durch das moderne "Familienrecht" und in einer normalen "sozialen" Deutungshoheit der Frau zu finden, so dass eine moderne Frau ihr Leben auch "liberal" zu Lasten der M├Ąnner in der modernen Kultur organisieren kann. Die wesentliche Erkenntnis die der moderne Mensch aus diesen Entwicklungen ziehen kann ist die Tatsache, das sowohl ein absolutistisches Patriarchat als auch ein absolutistisches Matriarchat den Menschen langfristig in eine destruktive Kulturentwicklung f├╝hrt.

Die Folgen einer "liberalisierten" Sexualit├Ąt und eines "liberalen" Machtstrebens machen deutlich, dass der Mensch seine eigene nat├╝rliche Konstitution und auch die Gefahren eines Missbrauchs dieser Konstitution noch nicht hinreichend verstanden hat. Selbst mit einem absolutistischen sexuellen Humor muss der Mensch daher vorsichtig umgehen, da sich dieser Humor ├╝ber jede nat├╝rliche Moral einfach hinweg setzt und ein schamloses, respektloses und gleichg├╝ltiges Verhalten f├Ârdern kann. Eine anziehende sexuelle "Ausstrahlung" oder eine "absolut" gl├╝ckliche Mimik ist daher auch kein Garant f├╝r ein biologisch gesundes Verhalten, sondern kann auch die Stacheln einer versteckten Manipulation enthalten. Gerade durch das Motto: "in der Liebe und im Krieg sind alle Mittel erlaubt" verursacht der moderne Mensch starke Verletzungen an seinen N├Ąchsten. Daher muss der Mensch grunds├Ątzlich mit seiner Sexualit├Ąt vorsichtig umgehen und die nat├╝rliche Scham als einen wichtigen Schutz erachten, damit er keine destruktiven Entwicklungen generiert, deren Folgen er weder absch├Ątzen noch eingrenzen kann.

Die letzte wesentliche Bereinigung der pers├Ânlichen Selbstorganisation von den Altlasten der Herren-Sklaven-Kultur betrifft das eigene psychologische Selbstverst├Ąndnis. Jedes Kind, das in einer Herren-Sklaven-Kultur aufw├Ąchst, findet sich in ├╝bernat├╝rlichen absolutistischen Beziehungssituationen wieder, weshalb bereits die Kleinkinder der Herren-Sklaven-Kultur damit beginnen, besondere Strategien f├╝r das ├ťberleben in der Kultur zu entwickeln. Kinder ├╝bernehmen dabei im Zuge einer nat├╝rlichen Anpassung die allgemeinen Verhaltensnormen der Kultur durch einen nat├╝rlichen Prozess der Nachahmung. Da ein Kind jedoch noch nicht die F├Ąhigkeit besitzt, ├╝ber die Normen seiner Kultur nachzudenken und sie zu bewerten, bleiben dem modernen Menschen die Widerspr├╝che zwischen der menschlichen Natur und einer ├╝bernat├╝rlich-willk├╝rlichen Herren-Sklaven-Kultur so lange verborgen, bis der erwachsen gewordene Mensch die "Selbstverst├Ąndlichkeiten" seiner Kultur auf ihren konstruktiven oder destruktiven Gehalt hin ├╝berpr├╝ft.

Der regelrechte Versuch der Kinder sich an die Herren-Sklaven-Kultur anzupassen, f├╝hrt im Lauf der Zeit zu einer Sammlung von besonderen Anpassungs-Strategien, die in einer daf├╝r ausgebildeten virtuellen Datenbank gespeichert werden. Diese von der modernen Psychologie als ├ťber-Ich bezeichnete Datenbank hat bereits Sandor Ferenczi - einer der ersten Psychoanalytiker im Kreise Freuds - als die Quelle aller psychischen Probleme des Menschen bezeichnet. Im Verlauf der psychologischen Praxis hat sich immer deutlicher herauskristallisiert, dass ein in der Kindheit ausgebildetes ├ťber-Ich durch die fortw├Ąhrende Ansammlung immer neuer Anpassungs-Strategien mitunter zu einer ├╝berragenden Stellung in der Selbstorganisation des Kindes bzw. des sp├Ąteren Erwachsenen kommt. So kann in einem Betroffenen auch eine rigide innere Verhaltensdiktatur entstehen, die bis zur sogenannten Besessenheit durch eine oder mehrere integrierte absolutistische Verhaltensrollen reichen kann.

Das ├ťber-Ich fungiert als ein ├╝bernat├╝rlicher Ersatz f├╝r eine nat├╝rliche Ich-Organisation, so dass sich das ├ťber-Ich weder mit der Natur des Menschen, noch auch mit dem Wesen einer biologischen Demokratie vertr├Ągt und daher ein ├╝bernat├╝rliches Anpassungsprodukt des Menschen an seine Herren-Sklaven-Kultur ist. Dass der Mensch aus seiner 6000 j├Ąhrigen Sklaven- und Kriegsgeschichte bis heute die wesentlichen Lehren nicht gezogen hat und trotz revolution├Ąrer Entwicklungen immer wieder zur Organisation einer Herren-Sklaven-Kultur zur├╝ckgekehrt ist, liegt zu einem gewichtigen Anteil an der regelrechten Ausbildung einer autorit├Ąren ├ťber-Ich Instanz in der menschlichen Selbstorganisation, die f├╝r eine best├Ąndige "selbstlose" Anpassung des Menschen an die Herren-Sklaven-Kultur sorgt. Durch die letztlich ├╝bernat├╝rlich selbstlose Anpassung des Menschen an die Kultur kann der Betreffende auch als Erwachsener mit einer pl├Âtzlich entstehenden Freiheit und Selbst├Ąndigkeit nur bedingt umgehen, da er ├╝ber kein ausreichend stark entwickeltes nat├╝rliches Ich verf├╝gt. So neigt er mitunter bis an sein Lebensende dazu, immer wieder nach neuen "F├╝hrern" und Helden zu verlangen, um selbst passiv und verantwortungslos bleiben zu k├Ânnen.

Die wesentliche Ursache f├╝r die Ausbildung eines absolutistischen ├ťber-Ich ist die "normale" Erfahrung von unertr├Ąglichen absolutistischen Beziehungen innerhalb der Herren-Sklaven-Kultur und dem Bem├╝hen des Kindes, derartige Erfahrungen nach M├Âglichkeit zu entsch├Ąrfen bzw. zu vermeiden. Eine Unertr├Ąglichkeits-Erfahrung kann bereits dar├╝ber entstehen, dass ein Mitmensch derart ├╝bernat├╝rliche und widerliche Gedanken und Emotionen ├Ąu├čert, dass dem "naiven" Kind oder Erwachsenen eine panische Reaktion entsteht. Der menschliche Panikmodus ist davon gekennzeichnet, dass sich das normale Denken des Menschen abschaltet und sich der Betroffene auf eine augenblickliche Erl├Âsung der bedrohlichen Situation durch einen Angriff oder eine Flucht konzentriert. Hierbei entsteht vor allem dann eine bedr├╝ckende innere Not, wenn es sich beim Ausl├Âser der Panik um einen Elternteil oder um einen Arbeitgeber handelt, da der Betroffene dann weder angreifen noch fliehen kann, ohne sich einen erheblichen Schaden einzuhandeln. Vor allem in famili├Ąren und lebenswichtigen Beziehungen wirkt sich daher ein absolutistisch sich verhaltender Mensch mitunter als eine H├Âlle f├╝r einen naiven Menschen aus, da sich f├╝r ihn kein nat├╝rlicher Weg findet, eine entstehende Panik wieder aufzul├Âsen. Kann sich ein Betroffener nicht ausreichend von einer inneren Panik erl├Âsen, so entsteht dem Betroffenen mitunter der krankhafte Dauerzustand einer leicht entz├╝ndlichen und damit latenten Panik, der von der Psychologie mit dem Begriff der Hysterie bezeichnet wurde.

Eine andere Erkrankung des Menschen durch eine l├Ąngerfristig unerl├Âst bleibende Panik ist die Ausbildung einer sogenannten Phlegmatie, die ├ähnlichkeiten mit der tierischen Angststarre aufweist. Dabei entwickelt der Betroffene einen Gef├╝hlspanzer f├╝r seine unertr├Ąglichen zwischenmenschlichen Beziehungen und setzt daf├╝r vor allem das Mittel einer absolutistischen Gleichg├╝ltigkeit ein um die Brisanz aller chronisch problematischen Situationen zu reduzieren. Zudem nutzt der Betroffene im Verlauf einer sich ausbildenden Verhaltensstrategie die verschiedenen Mittel der Verdr├Ąngung, der Sublimierung, der ├ťbertragung und der willk├╝rlichen Ablenkung, um dar├╝ber insgesamt den Zustand der unerl├Âsten inneren Panik durch eine k├╝nstliche Ersatzrealit├Ąt zu neutralisieren. Notwendig entstehen dem Kind bzw. auch dem sp├Ąteren Erwachsenen dar├╝ber schwerwiegende individuelle Beziehungsprobleme und Verhaltensst├Ârungen, die nur dann in die Aufl├Âsung gebracht werden k├Ânnen, wenn der Betroffene den Werdegang der eigenen Selbstorganisation noch einmal nachvollzieht und seine Anschauungen, Wertungen und Selbstorganisationsl├Âsungen bio-logisch korrigiert.

F├╝r eine Selbstkorrektur ist es von Vorteil, wenn sich der Betreffende nicht vor psychologischen Begriffen ├Ąngstigt, da die "Macken" eines Menschen nur dann Anlass zur Sorge geben, wenn der Betreffende diese Macken in ihrer Bedeutung und Konstitution verabsolutiert und sich dar├╝ber regelrecht innerhalb eines Teufelskreises der st├Ąndigen Selbstbetrachtung und Selbstverbesserung gefangen setzt. Diese Gefahr droht vor allem durch die normale kulturelle Interpretation des Trauma-Begriffes, die den Menschen in eine st├Ąndige Auseinandersetzung mit sich selbst f├╝hren kann. Indem der Mensch die L├Âsung seiner gegenw├Ąrtigen Beziehungs- und Verhaltensprobleme durch eine psychologische Aufarbeitung von traumatischen Erlebnissen in der Kindheit sucht, vernachl├Ąssigt er allzu leicht die Tatsache der realen t├Ąglichen Vergewaltigung seines Lebens durch die Herren-Sklaven-Kultur. So bleibt er mitunter ein "ewiger Patient", der nicht mehr merkt, welchem Esel er dabei aufsitzt. Solange der Mensch die widernat├╝rliche Kulturorganisation nicht begreift, in der er lebt, kommt er notwendig von einer Symptombesch├Ąftigung zur n├Ąchsten, ohne je zur eigentlichen Ursache seiner Problematik vorzudringen. Der dar├╝ber entstehende Teufelskreislauf der ewigen Heilsuche f├╝hrt den Betroffenen mitunter in einen derart hohen Grad der st├Ąndigen psychologischen Nabelschau, dass sich das Krankheitsbild des sogenannten Autismus verfestigt.

F├╝r die Betroffenen ist es daher wichtig, sich weniger mit den Traumatas selbst als mit den Gr├╝nden f├╝r die Entstehung von Traumatas zu befassen. Traumatas entstehen durch ├╝bernat├╝rlich-unertr├Ągliche Erfahrungen, die der Betroffene mit nat├╝rlichen Mitteln nicht vollst├Ąndig verarbeiten bzw. erl├Âsen kann. Sobald daher ein Betroffener in die Versuchung kommt eine unertr├Ągliche Traumaerfahrung durch eine Konfrontation ertr├Ąglich zu machen ger├Ąt er in einen fundamentalen Widerspruch zu seiner eigenen Natur und "verschlimmbessert" die entstandene Problematik, da Unertr├Ągliches auch durch eine st├Ąndige Konfrontation nicht ertr├Ąglicher wird, sondern unertr├Ąglich bleibt. Eine Abh├Ąrtungsstrategie verf├Ąngt hier daher genauso wenig wie jeder andere Versuch mit nat├╝rlichen Mitteln ein ├ťbernat├╝rliche Erfahrung bereinigen zu wollen. Der Mensch kann sich daher nur dar├╝ber wirksam helfen, dass er die Ursache f├╝r die Traumatas im unertr├Ąglich ├╝bernat├╝rlichen Verhalten anderer Menschen erkennt. Erst wenn ein Betroffener dahin kommt, dass er ein unertr├Ągliches menschliches Verhalten grunds├Ątzlich ├Ąchten kann und auf einem indirekten politischen Weg eine L├Âsung f├╝r dieses Problem sucht.

Indem der Mensch durch ein biologisches Verst├Ąndnis seiner Verhaltensprobleme die Angst vor psychologischen Begriffen verliert kann er sich schlie├člich auch der Tatsache widmen, dass die Herren-Sklaven-Kultur grunds├Ątzlich eine leichte bis schwerwiegende schizophrene Entwicklung des Menschen erzwingt, da bereits das Kind f├╝r sein ├ťberleben neben seinem eingeborenen nat├╝rlichen Ich ein k├╝nstliches absolutistische Kultur-Ich f├╝r die Anpassung an die Kultur in die Entwicklung bringt. Dar├╝ber entsteht im "normalen" Menschen eine ganze Struktur von letztlich ├╝bernat├╝rlichen kulturellen Verhaltensrollen, die der eingeborenen Natur des Menschen in ihrem Wesen mitunter direkt widersprechen. Ernsthafte Probleme stellen sich dabei f├╝r den Einzelnen erst dar├╝ber ein, dass die eigenen absolutistischen Kulturrollen so stark werden, dass sie sich st├Ąndig gegen die eingeborene Natur durchsetzen und die nat├╝rlichen Ansichten und W├╝nsche soweit verdr├Ąngen, dass sie im Unterbewusstsein verschwinden. Die Konsequenz dieses" Sieges" ist ein leichteres ├ťberleben in der Herren-Sklaven-Kultur mit dem Preis einer "normalen" Destruktivit├Ąt gegen├╝ber allem nat├╝rlichen Leben. Damit k├Ânnte der Preis der Herren-Sklaven-Kultur gar nicht h├Âher ausfallen, da sie dem Betroffenen das nat├╝rliche Leben selbst kostet.

Die kulturellen Anpassungs-Ma├čnahmen des Menschen an die Herren-Sklaven-Kultur und ihre Folgen machen deutlich, dass eine wesentliche Voraussetzung f├╝r die Dauerhaftigkeit einer biologischen Gemeinschaftsorganisation darin besteht, alle ├╝bernat├╝rlichen menschlichen Verhaltensweise zu ├Ąchten, die dazu f├╝hren, einem Menschen eine Erfahrung der Unertr├Ąglichkeit zu bescheren. Erst ein gesellschaftliches Tabu f├╝r ein unertr├Ągliches menschliches Verhalten in Verbindung mit einer moralischen Selbstverpflichtung aller Erwachsenen, auch fremde Kinder vor Unertr├Ąglichkeits-Erfahrungen zu sch├╝tzen, erm├Âglicht einer Gemeinschaft einen ausreichenden Selbstschutz vor schwerwiegenden psychopathischen Entwicklungen. Eine Unertr├Ąglichkeits-Erfahrung ist pures Gift f├╝r das biologische Gemeinschaftsleben, weil sie das Urvertrauen des Menschen in das Leben, in die Gemeinschaft und in die zwischenmenschliche Beziehungen vollst├Ąndig zersetzen und die Betroffenen in destruktive Verhaltenskonzepte f├╝hren kann.

Die bewusste Reinigung von der geschichtlichen Erblast der Herren-Sklaven-Kultur ist in der Regel auch f├╝r einen erwachsenen Menschen nicht ohne Weiteres zu bew├Ąltigen, da die "normale" Erfahrung der Unertr├Ąglichkeit innerhalb der Herren-Sklaven-Kultur schwere ideologische und emotionale Verirrungen verursacht. Kommt der erwachsene Mensch durch ein entsprechendes Durchhalteverm├Âgen zu einer hinreichenden Aufl├Âsung seiner absolutistischen Kultur-Altlasten, so kommt er schlie├člich auch zu der inneren Konsequenz von Theodor W. Adorno, die dahingehend lautet, dass es kein richtiges Leben im Falschen geben kann.

 

Schluss

Vor 6000 Jahren wurde das fruchtbare Land am Euphrat, am Tigris und am Nil durch eine zunehmende Besiedlung immer knapper, so dass die Nomaden in der Folgezeit mit jedem Fortschritt der Bew├Ąsserungstechnik in eine immer gr├Â├čere Bedr├Ąngnis kamen. Dies f├╝hrte schlie├člich zu den ersten Raubz├╝gen der Nomaden gegen die Bauern, wobei auch Kinder und Frauen geraubt und nach Art der traditionellen Tierdomestikation zu rechtlosen Sklaven gemacht wurden. Heute k├Ânnen wir die Folgen dieser Entwicklung ermessen und den Akt der ersten Versklavung eines Menschen als den eigentlichen S├╝ndenfall des Menschen bezeichnen. Die durch den Beginn der Sklaverei stark anwachsenden Nomadenst├Ąmme begr├╝ndeten schlie├člich die ersten St├Ądte, f├╝r die ein absolutistischer und personifizierter Stadtgott erfunden wurde, dem alle Stadtbewohner gleicherma├čen Untertan waren. Eine dabei ebenfalls erstmals erfundene Statthalterschaft Gottes auf Erden durch eine Priesterschaft sorgte f├╝r eine ideologische ├ťbertragung einer absoluten g├Âttlichen Autorit├Ąt auf die Priesterschaft, so dass alle Stadtbewohner nicht nur dem Stadtgott sondern auch den neuen "Herrenmenschen" absoluten Gehorsam und unbedingte Gefolgschaft "schuldeten". Erst ab etwa 3000 v. Chr. fand diese ├ťbertragung einer absoluten g├Âttlichen Autorit├Ąt auch auf einen weltlichen Heerf├╝hrer statt, der dar├╝ber zum Kriegerk├Ânig wurde und der innerhalb von kurzer Zeit die Herrschaft des Priesterstandes abl├Âste. So entstand nach und nach eine sich verfeinernde Standeseinteilung innerhalb der Stadtkultur, die sich zun├Ąchst auf Herrenmenschen, Dienermenschen und Sklavenmenschen beschr├Ąnkte und mit der Macht├╝bernahme des K├Ânigs durch einen besonderen Kriegerstand erweitert wurde. Bis heute hat sich diese grundlegende st├Ąndische Selbstorganisation des Menschen in einer unver├Ąnderten Weise aufrecht erhalten, wobei die Erfindung der monotheistischen Religion durch die Juden lediglich den absolutistischen Stadtgott durch einen allm├Ąchtigen Weltengott ersetzt hat.

Die Frage, die sich heute dem Menschen angesichts der zunehmend bedrohlichen Konsequenzen seiner traditionellen Selbstorganisation stellt lautet daher, ob der Mensch die Grundkonstitution einer Herren-Diener-und Sklavenkultur weiter f├╝hren und dar├╝ber die Gefahr eines "luxuri├Âsen" Untergangs in Kauf nehmen soll oder ob er seine Grundorganisation ├Ąndern und in einer biologisch ad├Ąquaten Weise gestalten soll.

Eine der wesentlichen Voraussetzungen f├╝r eine biologische Selbstorganisation ist der Verzicht auf ein absolutistisches Weltbild, das der einfache Mensch auch 100 Jahre nach einem Paradigmenwechsel der Relativit├Ąt in der Wissenschaft noch immer nicht ├╝bernommen hat. Nach wie vor verlangt der Mensch auch heute noch nach einer absoluten Sicherheit und einer absoluten Freiheit und steht sich dar├╝ber f├╝r eine grundlegende Erneuerung seiner Grundorganisation notwendig selbst im Weg. Das relative Universum bedeutet f├╝r das Leben des modernen Menschen, dass er sich zwar in der Regel auf die physikalischen Gesetze im Universum verlassen kann, dass es jedoch nichts absolut Sicheres gibt, weil auch die Freiheit ein elementarer Bestandteil des universalen Lebens ist. So muss sich der Mensch f├╝r eine biologisch zurechnungsf├Ąhige Selbstorganisation daran gew├Âhnen, dass es nichts "Vorherbestimmtes" "Schicksalhaftes" oder so etwas wie ein absolutistisches g├Âttliches Konto gibt, auf dem alle guten und b├Âsen Taten festgehalten werden. Auch die Freiheit, die jeden Augenblick neu und lebendig macht, muss erst einmal als Realit├Ąt akzeptiert und gelebt werden. Dabei ist vor allem die H├╝rde zu nehmen, die in einer Verwechslung von Freiheit und Willk├╝r liegt. Sicherheit und Freiheit sind als die beiden Pole einer relativen Realit├Ąt zu verstehen, die sich gegenseitig bedingen und im Gleichgewicht gehalten die Lebenskunst des rechten Ma├čes und der gesunden Gewichtung ergeben. ├ťberschreitet der Mensch das nat├╝rliche Ma├č weil er eine Zielsetzung "unbedingt" durchsetzen will, dann bringt er sich in die Gefahr, statt einer Sicherheit eine Diktatur und statt einer Freiheit eine "liberale" Willk├╝r zu produzieren, so dass er dar├╝ber die Natur selbst jeweils in einer ├╝bernat├╝rlichen Weise "verbessert". Ohne den erforderlichen Respekt vor der Relativit├Ąt des Universums und der Relativit├Ąt des Lebens auf der Erde vermag der Mensch nicht zu einer stabilen konstruktiven Selbstorganisation zu gelangen.

Die Anerkennung der Relativit├Ąt des Universums bedeutet f├╝r den modernen Menschen auch die wichtige Schlussfolgerung, dass das Universum kein absolutistisches Korrektiv f├╝r den Menschen bereit h├Ąlt, so dass jeder Mensch in einer bio-logischen Weise damit beauftragt ist, selbst ein Korrektiv f├╝r die Betriebsamkeit und das Verhalten des Menschen zu sein. Ein Mensch kann es daher einem anderen Menschen nicht erlauben eine "liberal-parasit├Ąre" absolute Diktatur ├╝ber ein Lebewesen auszu├╝ben oder sich gegen das Leben durch eine grenzenlose Willk├╝r oder eine bedingungslose Gewalt zu vergehen. Wer diese einfache Bio-Logik" nachvollziehen kann, der vermag auch zu begreifen, welch eine gro├če Gefahr von einer religi├Âsen Vorstellung ausgeht, die einen absoluten, personifizierten und willk├╝rlich agierenden Gott im Universum propagiert, der bestimmten Menschen ein g├Âttliches Patent f├╝r eine absolute Herrschaft ausstellt und notwendig eine gewaltsame und parasit├Ąre Diktatur von Leben zur Folge hat. Erst wer es daher wagt, eine absolutistische religi├Âse Propaganda nicht nur leise anzuzweifeln, sondern auch offen zu kritisieren, kann auch seinem nat├╝rlichen Auftrag einer F├╝rsorge f├╝r die menschliche Spezies und f├╝r die irdische Natur in einer ausreichenden Weise gerecht werden .

Der moderne Mensch kann vor allem dar├╝ber eine nat├╝rliche F├╝rsorge des Menschen f├╝r den Menschen und die Natur erreichen, in dem er einen globalen Konsens ├╝ber die Gefahren der absolutistischen Gesinnungserkrankung des Menschen erzeugt. Wie wir heute wissen entstanden innerhalb der geschichtlichen Entwicklung des Menschen in allen Kulturkreisen sowohl sozial-demokratische Gemeinschaftsorganisationen als auch kriegerisch-parasit├Ąre Gemeinschaftsorganisationen. In der Geschichte der Chinesen, der Amerikaner, der Afrikaner oder Europ├Ąer finden sich immer wieder Perioden einer absolutistischen menschlichen Gesinnungserkrankung mit der Neigung zur absolutistischen Diktatur, die regelm├Ą├čig einen ausufernden menschlichen Gr├Â├čenwahn und eine entsprechende unmenschliche Gewaltanwendung zur Folge hatten. Eine solche Feststellung f├╝hrt unweigerlich zu der Schlussfolgerung, dass der Mensch langfristig nur dann eine gesunde Selbstorganisation aufrecht erhalten kann, wenn es ihm gelingt "liberalen" Fehlentwicklungen seiner Gesinnung in allen seinen Gemeinschaften auf der Erde durch das Motto "wehret den Anf├Ąngen" vorzubeugen. Ohne eine globale ├ťbereinstimmung des Menschen ├╝ber diese Notwendigkeit und die Begr├╝ndung einer Fr├╝herkennung durch die Gemeinschaftsmitglieder selbst, bleibt es fraglich, ob der Mensch seine Achillesverse f├╝r eine absolutistische Fehlentwicklung hinreichend meistern kann. Dank der Geschichtsforschung wissen wir heute, dass sich eine menschliche Erkrankung an der absolutistischen Sucht nach Macht ├╝ber Leben wie ein Krebsgeschw├╝r ausnimmt, das best├Ąndig ideologische Metastasen f├╝r die gesamte n├Ąhere und weitere Umgebung produziert. Dar├╝ber kann eine Form der ideologisch-emotionalen Erkrankung resultieren, die wie die Pest in einer ├Ąu├čerst z├╝gigen Weise ein ganzes Volk bzw. auch einen ganzen Kontinent kontaminieren kann. Erst wenn der Mensch daher die Gefahr einer absolutistischen Gesinnungserkrankung realistisch einzusch├Ątzen vermag kann er auch einen ausreichenden Schutz und eine effektive Vorsorge f├╝r seine Anf├Ąlligkeit zur absolutistischen Gesinnungserkrankung erreichen. Die wesentliche Voraussetzung daf├╝r ist eine weltweite ├ťbereinstimmung ├╝ber die Notwendigkeit eine Krankheitsdefinition f├╝r die absolutistische menschliche Machtgesinnung zu formulieren, so dass eine ausreichende globale Vorsorge durch ad├Ąquate Therapiemethoden in die Umsetzung gebracht werden kann.

F├╝r religi├Âse Menschen wird eine derartige Aufarbeitung der menschlichen Geschichte vor allem dar├╝ber leichter, dass sie sich an den gesammelten Weisheiten von Jesus orientieren k├Ânnen. Heute wissen wir, dass jede allergische Gegenreaktion eines naiven Menschen auf einen an der Machtsucht erkrankten Menschen in einem absolutistischen Modus stattfindet. Was immer daher der allergisch reagierende Mensch an Reaktionen produziert ist als grunds├Ątzlich fragw├╝rdig zu erachten. Eine allergisch-aggressive Reaktion kann einen Menschen zu sehr von seinen nat├╝rlichen Zielsetzungen der sozial-symbiotischen Beziehungsgestaltung ablenken und in eine ├╝bernat├╝rliche Blase des Hasses, der Rache und der panisch-allergischen Reaktionen f├╝hren. Hier ist es daher besonders wichtig, sich an die Weisheit "Liebet eure Feinde" zu erinnern, da sie ein wirksamer Schutz gegen die Versuchung ist auf den machts├╝chtigen Menschen allergisch zu reagieren. Sobald sich ein Betroffener gezielt vor Augen h├Ąlt, dass es sich bei einem absolutistisch agierenden "Herrenmenschen" nicht im eigentlichen Sinne um einen Feind sondern um einen gesinnungskranken Menschen handelt, kann er in seiner Selbstorganisation f├╝r den "Herrenmenschen" eine besondere Kategorie mit besonderen Wertungen in die Ausbildung bringen, so dass er sich selbst vor ung├╝nstigen allergischen Reaktionen bewahren kann.

Mit einem pers├Ânlichen Selbstschutz vor allergischen Reaktionen ist jedoch noch kein ausreichender Schutz einer ganzen Gemeinschaft vor einer absolutistischen Gesinnungserkrankung des Menschen erreicht. Die Voraussetzung f├╝r einen effektiven Gemeinschaftsschutz ist die Einsicht aller Mitglieder, dass jedes Mitglied eine Mitsorge und Mitverantwortung f├╝r alle anderen Mitglieder der Gemeinschaft ├╝bernehmen muss, damit sich eine absolutistische Gesinnungserkrankung durch ein bio-logisches Fr├╝hwarn-System innerhalb der Gemeinschaft oder einer Firma nicht ungehindert entfalten kann. Der Mensch hat vor allem dann eine reelle Chance sich von seines Selbstorganisation der letzten 6000 Jahre zu erl├Âsen, wenn alle Mitglieder eine aktive Anteilnahme und F├╝rsorge f├╝r die gesamte Gemeinschaft entwickeln und eine biologische Selbstorganisation verwirklichen.

Die Einsicht, dass sich die moderne Kultur auch deshalb langsam aber sicher in einen Hexenkessel von destruktiven Beziehungen verwandelt, weil der moderne Diener und Sklavenmensch f├╝r ein "Brot und Spiele" Leben in einer geradezu hartn├Ąckigen Weise jede wirkliche Verantwortung f├╝r die Kultur und die menschlichen Auswirkungen auf die Natur ablehnt, macht deutlich, dass der moderne Diener- und Sklavenmensch keineswegs so machtlos ist, wie er sich gerne w├Ąhnt. Vielmehr bestimmt er bereits heute die Konstitution der Kultur durch ein passives und unverantwortliches Verhalten in einer entscheidenden Weise mit. Alles kommt daher heute darauf an, dass der Mensch begreift, dass ein Herren-Diener-oder Sklavenleben kein richtiges Leben im biologischen Sinne ist und dass es kein richtiges Leben im Falschen geben kann.

 

Anhang

F├╝r die Menschen, die heute nicht l├Ąnger die Rolle eines Diener oder Sklavenmenschen erf├╝llen wollen steht vor allem der Weg einer Graswurzelbewegung f├╝r eine konstruktive Vernetzung mit der unmittelbaren Umgebung offen. Indem sich innerhalb einer Nachbarschaft eine "Ausweg 35 " Gemeinschaft begr├╝ndet, k├Ânnen die Mitglieder f├╝r die kommenden Krisenentwicklungen eine konkrete Vorsorge in Angriff nehmen. Auch wenn sich dabei nur eine freundschaftlich-symbiotische Vernetzung f├╝r eine sporadische Nachbarschaftshilfe entwickelt, ist damit bereits viel gewonnen. Eine Gemeinschaft kann sich auch lediglich auf das Ziel einer Einkaufsgemeinschaft von biologischen Lebensmitteln aus der unmittelbaren Umgebung beschr├Ąnken oder sich auf regelm├Ą├čige Diskussionsabende f├╝r bestimmte soziale und politische Themen konzentrieren. Alle diese Anf├Ąnge k├Ânnen zu einer stabilen gemeinsamen Grundauffassung innerhalb einer Gemeinschaft f├╝hren, die schlie├člich auch ausreichen kann, um eine neue Lebensgemeinschaft mit einer neuen Lebensphilosophie zu begr├╝nden.

Damit eine Diskussion in einer g├╝nstigen Weise ablaufen kann, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, einen Redestab zu bestimmen, der mit dem Recht ausgestattet ist, dass jeweils nur derjenige reden darf, der den Stab gerade in der Hand h├Ąlt. Dies beugt vor allem einem Redechaos bei emotional geladenen Diskussionsthemen vor und st├Ąrkt zudem die F├Ąhigkeit des nat├╝rlichen Respekts vor dem Anderen. Der Nutzen einer Diskussionsrunde kann dadurch erh├Âht werden, dass eine Diskussion zu einem bestimmten Thema jeweils auf 2 Stunden begrenzt wird, so dass im Anschluss noch Zeit f├╝r spontane Zwiegespr├Ąche bleibt. Zu Beginn der jeweils n├Ąchsten Diskussionsrunde ist es dar├╝ber hinaus von Vorteil, wenn eine kurze Redestab-Runde dar├╝ber abgehalten wird, was Einzelne aus der letzten Diskussion mitgenommen, bzw. gelernt hat.

Die Ver├Âffentlichung des Buches "Curriculum der Sklaverei" ist in Vorbereitung. Weitere Informationen dazu erhalten sie per E-mail. Sie finden im Curriculum eine Darstellung der fortschrittlichen Entwicklung der Sklaverei in der Geschichte des Menschen aus einer klaren bio-logischen Perspektive heraus. Dabei erschlie├čt sich dem Studenten ein wachsendes ganzheitliches Verst├Ąndnis f├╝r die Problematik, die sich der Mensch mit der Umsetzung der Sklavenidee im Lauf seiner geschichtlichen Entwicklung eingehandelt hat. Dazu f├╝hrt das Buch im Anhang viele Empfehlungen f├╝r kostenlos zug├Ąngliche Internet-PDF-Abhandlungen und Youtube-Dokumentationen auf, so dass der Student auch die Erkenntnisse und Ansichten von anderen Autoren heranziehen kann, um eine relativ stabile Basis f├╝r die eigenen Anschauungen entwickeln zu k├Ânnen.

Curriculum der Sklaverei

Inhaltsangabe

Einleitung

Kapitel 1: Die Entstehung der Sklaverei und ihre Konsequenzen

  • Die Kurzgeschichte der Sklaverei
  • Die wissenschaftliche Erforschung des S├Ąugetier-Gehirns und ihre Warnung f├╝r ein krankhaftes menschliches Lustverhalten
  • Die Natur des Menschen Mann und Frau in der Ehe der Urkultur - Eltern und Kinder in der Familie
  • Die Folgen der Herren-Sklaven-Kultur f├╝r das allgemeine menschliche Verhalten: Der asoziale Standeskrieg - Der Geschlechterkrieg - Der Krieg der Generationen - Der Religionskrieg

Kapitel 2: Die europ├Ąische Geschichte als "Fortschritt" der Sklaverei

  • Die germanische Entwicklung
  • Die Frage der Sklaverei im Christentum
  • Die Entwicklung Europas ab 450 n. Chr.
  • Die Entwicklung des europ├Ąischen Rechts
  • Die Folgen einer dualistischen Entwicklung Europas hin zum religi├Âsen und weltlichen Absolutismus
  • Die Reformation
  • Der drei├čigj├Ąhrige Krieg von 1618 bis 1648 Die deutsche Bilanz des drei├čigj├Ąhrigen Krieges
  • Der Fluch der H├Âllenpanik
  • Renaissance und Aufkl├Ąrung
  • Die Kosmologie von Plato und Aristoteles und das Problem der ÔÇ×ismusÔÇť Bildungen
  • Die franz├Âsische Revolution
  • Die preu├čischen Reformen
  • Die Industrialisierung
  • Die Revolution von 1848/49
  • Der ÔÇ×FortschrittÔÇť der ÔÇ×ismusÔÇť Bildungen bis 1900 n. Chr.
  • Die notwendige ideologische Vorbereitung f├╝r die Geschichte ab 1850
  • Bismarck
  • Wilhelm II
  • Hitler
  • Der amerikanische Plan f├╝r das 20. Jahrhundert
  • Die 68er Reformation und die "liberale" Sexualisierung der modernen Kultur
  • Die neue germanische Bl├╝te ab 1945
  • Die Globalisierung
     

Kapitel 3 Wesentliche Diskussionen f├╝r eine biologische Selbstorganisation des Menschen
 

  • Die notwendigen Korrekturen f├╝r einen biologischen Umgang des Menschen mit einem relativen Geld und einem absolutistischen Kapital
  • Die moderne Systemforschung und das multistabile heterarchische Mehrebenensystem
  • Die Grundkonstitutionen einer biologischen Kulturgestaltung Die Rechtsgrundlage ÔÇ×Nat├╝rliches Gemeinschaftsrecht vor nat├╝rlichem Individualrecht - Die Beendigung des absoluten Gewaltmonopols zugunsten einer relativen staatlichen Gewalt -  Die symbiotische Steuererhebung zur Verbesserung einer modernen ÔÇ×nonaffektativenÔÇť Steuererhebungsgrundlage - Die nat├╝rlichen Unter-und Obergrenzen f├╝r ein nat├╝rliches Besitzverm├Âgen und f├╝r eine nat├╝rliche Einflussnahme des Einzelnen auf das Leben - Die Einrichtung einer Ethikkommission f├╝r Wissenschaft und Medien - Weitere wichtige Anregungen f├╝r die biologische Kulturgestaltung
  • Das Paradigma der Relativit├Ątstheorie, der Quantenphysik und der Chaostheorie als Grundlage eines neuen Weltbildes.
  • Die innere Reinigung vom Absolutismus
     

Anhang

  • Hintergrundwissen zu den jeweiligen Themen durch PDF Dokumentationen und durch Youtube Filmdokumentationen aus dem Internet
  • Weitere literarische Empfehlungen
  • Anregungen f├╝r die Gestaltung einer Diskussionsrunde
     

 

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